23. Juli 2024 / Allgemeines

Mehr als 40 Bären in der Slowakei abgeschossen

Braunbären sind eigentlich streng geschützt. Doch es kommt in der Slowakei immer wieder zu ungewollten Begegnungen mit Menschen. Nun gibt es eine neue Notrufnummer.

In der Slowakei gibt es rund 1300 freilebende Braunbären. Doch bleibt das Zusammenleben mit dem Menschen nicht ohne Konflikte.
von dpa

Die Slowakei ist bekannt für ihre große Braunbärenpopulation. Doch kommt es immer wieder zu Konflikten mit Menschen. Seit Jahresbeginn bis Mitte Juli seien bereits 41 sogenannte «Problembären» abgeschossen worden, teilte die staatliche Naturschutzbehörde des Landes auf Anfrage mit. «In jedem einzelnen Fall handelte es sich um Individuen, die ihre Scheu vor den Menschen verloren hatten beziehungsweise eine Gefahr für Leben, Gesundheit und Eigentum der Bürger bedeuteten», teilte ein Sprecher in Banska Bystrica mit. Vor der Freigabe zum Abschuss finde eine eingehende Prüfung statt.

Seit wenigen Tagen gibt es in der Slowakei eine neue einheitliche Rufnummer, um gefährliche Begegnungen mit den Raubtieren zu melden. Unter der Nummer 18081 ist ein rund um die Uhr besetztes Lagezentrum zu erreichen. Dieses kann unter anderem sogenannte Interventionsteams entsenden. Ein Schwerpunkt der Arbeit der Naturschutzbehörden liegt in der Aufklärung und Prävention. Beispielsweise wird darauf geachtet, dass Müllcontainer geschlossen sind, um die Bären nicht in die Nähe von Häusern zu locken.

In der Slowakei mit rund 5,4 Millionen Einwohnern gibt es Schätzungen zufolge rund 1.300 Braunbären. Bevorzugt leben sie in den Gebirgen oder in dichten Wäldern. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. Im Frühjahr wurden mehr als ein Dutzend Menschen zum Teil schwer verletzt, darunter Wanderer, Pilzsucher und Forstbedienstete. Im März stürzte eine Touristin auf der Flucht vor einem Bären und starb.

Bei einer ungewollten Begegnung mit einem Braunbären raten Experten, ruhig stehenzubleiben und sich langsam zurückzuziehen. Keinesfalls sollte man mit den Armen winken, Steine werfen, laut schreien oder ein Selfie machen.


Bildnachweis: © Milan Kapusta/tasr/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...

weiterlesen...
Neues Format erfolgreich gestartet: Erster Mittagsimpuls Ausbildung mit Praxiswissen zur Weiterbildung
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Auftakt für eine neue Online-Reihe der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld: Beim ersten „Mittagsimpuls...

weiterlesen...
Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mindestens 89 Tote durch Unwetter im Norden Indiens
Allgemeines

In Uttar Pradesh fegt ein Unwetter alles weg: Menschen sterben, Häuser stürzen ein, Tiere verenden. Ein Video zeigt, wie ein Mann vom Sturm durch die Luft gewirbelt wird.

weiterlesen...
Großbrand in japanischer Werft
Allgemeines

Riesige Rauchwolken steigen über der Stadt Kure auf: Nach einem Brand auf einer Abwrackwerft müssen mehr als 350 Haushalten evakuiert werden. Die Löscharbeiten sind weiterhin im Gange.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mindestens 89 Tote durch Unwetter im Norden Indiens
Allgemeines

In Uttar Pradesh fegt ein Unwetter alles weg: Menschen sterben, Häuser stürzen ein, Tiere verenden. Ein Video zeigt, wie ein Mann vom Sturm durch die Luft gewirbelt wird.

weiterlesen...
Großbrand in japanischer Werft
Allgemeines

Riesige Rauchwolken steigen über der Stadt Kure auf: Nach einem Brand auf einer Abwrackwerft müssen mehr als 350 Haushalten evakuiert werden. Die Löscharbeiten sind weiterhin im Gange.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner