Damit Zugbegleiter besser geschützt werden, erwägt das Bundesjustizministerium, einen Gesetzentwurf noch mal anzupassen. «Wir stimmen den Gesetzentwurf gerade ab und werten die dazu eingegangenen Stellungnahmen aus», sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es werde geprüft, ob es Anpassungen brauche, damit das besondere Unrecht von Angriffen gegen gefährdete Berufsgruppen wie Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter besser abgebildet werde. Am Montagabend wurde der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. in einem Regionalexpress nahe Kaiserslautern bei einer Ticketkontrolle tödlich verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte ein Fahrgast keinen gültigen Fahrschein und sollte den Zug verlassen, woraufhin der 26-Jährige dem Zugbegleiter mehrfach heftig mit der Faust gegen den Kopf schlug. Die Tat löste deutschlandweit Entsetzen aus. Hubig betonte im Gespräch mit Funke aber auch: «Straferhöhungen allein lösen das Problem ganz sicherlich nicht.» Bereits heute seien empfindliche Strafen möglich. «Für Tötungsdelikte gilt umso mehr: Auf die Tötung eines Menschen stehen in unserem Strafgesetzbuch die strengsten Strafen.» Anders hatte sich Deutschlands Innenminister und Hubigs Regierungskollege Alexander Dobrindt geäußert. «Die steigende Gewalt gegenüber Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes und anderen Dienstleistern wie den Mitarbeitern der Bahn braucht entschiedene Konsequenzen», sagte der CSU-Politiker. Der strafrechtliche Schutz für Mitarbeiter von Dienstleistungsunternehmen wie der Bahn müsse deutlich verschärft, der Strafrahmen ausgeweitet werden. Das Bundesjustizministerium hatte zum Jahreswechsel einen Entwurf zur Stärkung des strafrechtlichen Schutzes des Gemeinwesens veröffentlicht. Dieser sieht vor, dass Menschen, die für das Gemeinwohl tätig sind, strafrechtlich besser geschützt werden sollen.Uneinigkeit in der Regierung?
Bildnachweis: © Patrick von Frankenberg/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mehr Schutz für Zugbegleiter? Ministerium erwägt Änderung
Nach dem tödlichen Angriff auf Serkan C.: Werden Strafen bei Gewalt gegen für Zugbegleiter jetzt verschärft? Aus Union und SPD gibt es unterschiedliche Töne.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 14. Oktober 2026
L757: Verler Straße in Gütersloh kurzzeitig voll gesperrt
Pressemitteilung von Straßen.NRW.
- 21. September 2026
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.
- 24. September 2026
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.
Neueste Artikel
- 15. Oktober 2026
Angeblich Wolf im Hamburger Westen gesichtet
Im Hamburger Klövensteen melden Bürger erneut einen Wolf – noch ist aber nicht bestätigt, ob es tatsächlich einer ist. Die Umweltbehörde prüft. Worauf Spaziergänger jetzt achten sollen.
Alex besucht Wiaam’s Kitchen in Rheda: Einblicke in die Zubereitung und ein Tasting mit Burger, Pommes und Parmesan-Kartoffeln.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. Oktober 2026
Angeblich Wolf im Hamburger Westen gesichtet
Im Hamburger Klövensteen melden Bürger erneut einen Wolf – noch ist aber nicht bestätigt, ob es tatsächlich einer ist. Die Umweltbehörde prüft. Worauf Spaziergänger jetzt achten sollen.
- 15. Oktober 2026
Neue Therapie gegen tödliche Krebsform – Was bringt sie?
Ein neues Medikament verlängert laut einer Studie das Leben von Menschen mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs, verspricht aber keine Heilung. Nun ist die Zulassung in Europa ein Stück näher.






