Das Feuer hat kohlrabenschwarze Häusergerippe, eingestürzte Dachstühle und Schutt zurückgelassen: Nach dem Großbrand in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) wollen die Ermittler nun in den Ruinen der beiden teilweise eingestürzten Häuser den Grund für die verheerenden Flammen finden. Das allerdings könnte sich noch hinziehen, weil die Gebäude in der Innenstadt des Stadtteils Villingen zunächst noch abkühlen müssten, die Statik unklar sei und die Häuser nicht betreten werden könnten, teilte die Polizei mit. Bei dem Feuer wurden am Samstagabend vier Hausbewohner leicht verletzt. Auch zwei Feuerwehrleute mussten verletzt im Krankenhaus behandelt werden, ein weiterer ambulant. Insgesamt waren etwa 100 Kräfte im Einsatz. Der Schaden dürfte nach ersten Einschätzungen von Feuerwehr und Polizei in die Millionen gehen. Am lauen Abend um 18.27 Uhr stieg dichter Rauch auf über der Altstadt. Zunächst war von einem Balkonbrand die Rede, dann breitete sich das Feuer in der eng bebauten Altstadt aus und ließ die große Rauchsäule über der Stadt aufsteigen. «Bereits beim Eintreffen zeigte sich das ganze Ausmaß: Flammen schlugen bis zu 10 Meter hoch aus dem Gebäude», schreibt die Feuerwehr in ihrem Bericht. Drei Dachstühle stürzten demnach im Laufe des Einsatzes ein. Das Löschen war wegen enger Gassen und des dichten Altbaubestandes herausfordernd, wie es hieß. Angrenzende Gebäude wurden mit Wasserfontänen gekühlt, damit sich die Flammen nicht ausbreiteten. Rettungskräfte hatten auch damit zu tun, Schaulustige aus der Gefahrenzone zu verweisen. Die vom Großbrand betroffenen Bewohner sind nach Angaben des städtischen Pressesprechers bei Familien und Freunden untergekommen. Villingen ist ein Stadtteil der Doppelstadt Villingen-Schwenningen, zentral gelegen zwischen Stuttgart und dem Bodensee. Die malerische Altstadt am Rande des Schwarzwalds ist wegen ihrer historischen Bauten und des mittelalterlichen Charakters ein beliebtes Touristenziel. Der Ort liegt etwa eine Autostunde östlich von Freiburg.Große Rauchsäule über der Stadt
Hausbewohner finden Obdach
Bildnachweis: © Joshua Rzepka/onw-images/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Altstadtbrand: Ursachensuche in Villingen-Schwenningen läuft
Nach dem Großbrand in Villingen-Schwenningen bleibt eine Frage noch unbeantwortet: Wie konnte das Feuer ausbrechen? Auf der Suche nach einer Antwort braucht es Geduld.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 29. April 2026
Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.
- 4. Mai 2026
Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...
Für unser Team in Gütersloh und Bielefeld suchen wir ab sofort Verstärkung.
Neueste Artikel
- 18. Mai 2026
Peta fordert nach Tiger-Ausbruch Konsequenzen
Ein entlaufener Tiger verletzt nahe Leipzig einen Mann schwer. Für Peta zeigt der Fall erneut, wie riskant die private Haltung gefährlicher Wildtiere ist. Was die Tierschutzorganisation nun erwartet.
Deutschland überzeugt bei der Betreuung von Gewaltopfern – doch bei der Vorbeugung hinkt es hinterher.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 18. Mai 2026
Peta fordert nach Tiger-Ausbruch Konsequenzen
Ein entlaufener Tiger verletzt nahe Leipzig einen Mann schwer. Für Peta zeigt der Fall erneut, wie riskant die private Haltung gefährlicher Wildtiere ist. Was die Tierschutzorganisation nun erwartet.
Deutschland überzeugt bei der Betreuung von Gewaltopfern – doch bei der Vorbeugung hinkt es hinterher.






