Nach dem verheerenden Erdbeben in Afghanistan hat Indien ein technisches Team in seine Botschaft in der Hauptstadt Kabul geschickt. Es solle die Auslieferung humanitärer Hilfe überwachen und mit verschiedenen Akteuren koordinieren, teilte das indische Außenministerium am späten Donnerstagabend mit. Damit hat Indien erstmals seit der Machtübernahme der Taliban im vergangenen August wieder eine diplomatische Präsenz in Afghanistan. Das Außenministerium des islamischen Emirats Afghanistans begrüßte die Entscheidung: «Die Rückkehr von indischen Diplomaten nach Afghanistan und die Wiedereröffnung der Botschaft zeigen, dass im Land Sicherheit herrscht und alle politischen und diplomatischen Rechte respektiert werden.» Das Ministerium rief auch andere Länder auf, ihre Botschaften wiederzueröffnen. Das Außenministerium in Neu Delhi betonte in seiner Mitteilung die historischen Beziehungen zum afghanischen Volk und erwähnte zugleich keinerlei Anerkennung der Taliban-Regierung. Indien hatte lange gute Beziehungen zu Afghanistan, in den vergangenen 20 Jahren wurden rund drei Milliarden Dollar in Entwicklungshilfeprojekte investiert. Die Positionierung zur Taliban-Regierung ist für Indien nicht einfach - unter anderem weil die Taliban auch im feindlichen Nachbarland Pakistan aktiv sind. Kürzlich hatte ein indisches Team in Kabul mit Taliban-Vertretern Gespräche zu humanitärer Hilfe geführt. Bei dem schweren Erdbeben am Mittwochmorgen kamen nach offiziellen Angaben mindestens 1000 Menschen ums Leben, zusätzlich wurden rund 1500 weitere Bewohnerinnen und Bewohner an der Grenzregion zu Pakistan verletzt. Die Behörden fürchten, dass die Opferzahlen noch weiter steigen werden.Außenministerium erkennt Taliban-Regierung nicht an
Bildnachweis: © Uncredited/AP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Erdbeben: Indien schickt Team in Kabuler Botschaft
Am frühen Mittwochmorgen schreckt ein Erdbeben die Menschen an der Grenze von Afghanistan und Pakistan auf. Hunderte Bewohner werden getötet. Auch Indien leistet nun humanitäre Hilfe.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
Neueste Artikel
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.
- 5. September 2026
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.
- 5. September 2026
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.






