6. August 2022 / Allgemeines

Bus mit polnischen Pilgern verunglückt in Kroatien

Furchtbares Ende einer Pilgerfahrt: Auf dem Weg zum Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien kommt ein Bus aus Polen von der Fahrbahn ab. Es gibt viele Tote und Verletzte. Auch in Bulgarien sterben Menschen bei einem Busunglück.

Das Wrack des Busses aus Poolen an der Unfallstelle in Kroatien.
Veröffentlicht am 6. August 2022 um 12:09 Uhr von dpa

Beim schweren Unfall eines Busses aus Polen sind am Samstagmorgen in Kroatien mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Personen erlitten Verletzungen, berichtete das kroatische Fernsehen unter Berufung auf Polizei und Rettungskräfte.

Nach polnischen Angaben handelte es sich bei den Verunglückten um Mitglieder einer Pilgergruppe. Sie hatten sich auf dem Weg zum katholischen Wallfahrstort Medjugorje im Südwesten von Bosnien-Herzegowina befunden. 

Das Unglück ereignete sich auf einer Autobahn 60 Kilometer nördlich von Zagreb. Der Bus hatte zuvor die ungarisch-kroatische Grenze passiert. Die Unfallursache war zunächst unklar. Die Behörden gingen davon aus, dass der Fahrer hinter dem Steuer eingeschlafen war, hieß es in dem Fernsehbericht.

Der Bus war den Angaben zufolge von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben neben der Autobahn gestürzt. Elf Insassen starben an der Unfallstelle, ein weiterer im Krankenhaus in Zagreb. Innenminister Davor Bozinovic begab sich noch am Samstagvormittag zum Unglücksort. Insgesamt 43 Passagiere hätten sich in dem Bus befunden, sagte er auf einer Pressekonferenz in der nahe gelegenen Landkreishauptstadt Varazdin.

Wie ein Sprecher des Außenministeriums in Warschau am Samstag der Agentur PAP sagte, handelte es sich bei allen Opfern um polnische Staatsbürger. Die Pilger seien auf dem Weg nach Medjugorje gewesen, bestätigte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki auf Twitter. Er sprach den Familien der Opfer sein tiefstes Beileid aus. 

Auch in Bulgarien verunglückte ein Bus

Ein weiteres Busunglück ereignete sich in Bulgarien. In dem Bus aus dem Nachbarland Rumänien kamen vier Menschen ums Leben, wie die Behörden bestätigten. Ihre Nationalität war zunächst unklar. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zum Samstag bei der nordbulgarischen Stadt Weliko Tarnowo.

Dabei wurden neun Menschen verletzt. Drei Passagiere starben noch an der Unfallstelle, ein weiterer später im Krankenhaus. Der Bus war laut Medienberichten aus Sofia mit 25 Insassen auf dem Weg von Istanbul nach Rumänien. Beide Busfahrer wurden festgenommen und Ermittlungen eingeleitet.


Bildnachweis: © Uncredited/AP/dpa
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