Nach dem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk im Norden Myanmars ist die Zahl der bestätigten Opfer am Donnerstag weiter gestiegen. Helfer bargen am Tag nach dem Unglück bei Hpakant zwei weitere Tote, wie die Feuerwehr bei Facebook mitteilte. Damit erhöhte sich die Opferzahl auf drei. «Wir setzen die Suche fort», hieß es weiter. Helfer vermuteten viele weitere Tote. Rund 100 Minenarbeiter gelten als vermisst, nachdem sie am Mittwoch von einer Schlammlawine in dem südostasiatischen Land begraben wurden. Die Bergleute hatten Steine in der jadereichen Gegend im Bundesstaat Kachin gesammelt. Bergbauabfälle seien zuvor in einen See gestürzt und hätten den Erdrutsch ausgelöst, berichteten Helfer unter Berufung auf Augenzeugen, die vor dem Erdrutsch fliehen konnten. Die Minenarbeiter seien daraufhin in den See mitgerissen worden. Das verarmte Krisenland Myanmar ist einer der weltgrößten Lieferanten der grünen Schmucksteine, die besonders in China beliebt sind. Aus der Region des Unglücksorts im Norden des Landes kommen die meisten davon. Die Branche ist kaum reguliert. Tödliche Unfälle kommen immer wieder vor, denn die Arbeiter schuften unter teils lebensgefährlichen Bedingungen. 2015 starben bei einem ähnlichen Unglück 116 Menschen, im vergangenen Jahr kamen infolge einer Schlammlawine mehr als 170 Bergarbeiter ums Leben.
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Myanmar: Nach Erdrutsch in Jade-Mine weitere Tote geborgen
Noch immer gelten rund hundert Minenarbeiter nach dem Erdrutsch in dem armen Krisenland als vermisst. Die Zahl der Toten steigt aktuell auf drei, Helfer befürchten aber noch viele weitere.
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