300 Gummibänder hatte ein junger Storch in Sachsen-Anhalt in seinem Magen. Er starb - und ist kein Einzelfall. Zum Schutz der Störche hat der Naturschutzbund (Nabu) dazu aufgerufen, beim Entsorgen von Gummibändern achtsamer zu sein - und diese auf keinen Fall zum Beispiel mit Schnittblumenresten in den Biomüll zu geben. Die Tiere halten die Gummis für Regenwürmer und nehmen sie als vermeintliche Nahrung auf, wie die Tierschützer am Freitag mitteilten. Demnach sterben die Störche häufig an den Folgen. Zwei Jungstörche aus Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt etwa sind gestorben, nachdem sie über Wochen von ihren Eltern mit Gummibändern gefüttert worden waren. Eines der Tiere hatte 300 Gummibänder mit einem Gewicht von 600 Gramm im Magen. Ein drittes Tier aus dem Nest ist verschwunden. Der Nabu versucht herauszufinden, wo die Gummibänder herkommen, und hat bereits erste Erkenntnisse: Im Stadtgebiet von Bad Dürrenberg wurden sie in Biotonnen gefunden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Gummis aus den Biotonnen über Kompostieranlagen in die Natur gelangen, hieß es. Nicht nur Privathaushalte, sondern auch Supermärkte, Wochenmärkte, Gemüsehändler, Blumenläden und Landwirte kämen als Verursacher infrage. Bei der Entsorgung mit Gummis gebündelter Ware, wie Schnittblumen oder Radieschen, oder bei deren Bündelung gelangen die Gummis über den Biomüll auf Ackerflächen, wie es hieß.
Bildnachweis: © Karsten Peterlein/NABU Leipzig
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Nabu: Gummibänder im Biomüll als tödliche Gefahr für Störche
Von Gummibändern kann eine tödliche Gefahr ausgehen - wenigstens für Störche. Sie halten sie für Regenwürmer und fressen sie. Wie kann das sein?
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