Gut zwei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl eines mehr als zwei Millionen Euro teuren Ferraris muss sich der mutmaßliche Dieb am kommenden Mittwoch in Neuss vor Gericht verantworten. Der einschlägig bekannte 45-Jährige war, nachdem er eine Haftstrafe in Frankreich verbüßt hatte, an die deutsche Justiz ausgeliefert worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm einen besonders schweren Fall von Diebstahl vor. Er soll im Mai 2019 in Düsseldorf als vermeintlicher Kaufinteressent eine Probefahrt mit einem für 2,35 Millionen Euro angebotenen Ferrari unternommen haben. Als es im benachbarten Neuss einen Fahrerwechsel geben sollte und der Verkäufer dazu ausgestiegen war, soll der 45-Jährige Gas gegeben und mit dem 400-PS-Gefährt davon gebraust sein, während der verdutzte Verkäufer am Straßenrand zurückblieb. Der Ferrari war nach der Tat in Grevenbroich am Niederrhein sichergestellt worden. Zeugen hatten gesehen, wie der seltene rote Bolide dort in eine Garage gefahren wurde. Im Wagen konnten Spuren des Diebes gesichert werden - unter anderem Fingerabdrücke. Zudem war der mutmaßliche Täter kurz vor der Probefahrt bei einem Düsseldorfer Oldtimerhandel fotografiert worden. Die breite internationale Berichterstattung über den spektakulären Coup hatte zu Hinweisen aus Frankreich geführt, wo ein Zeitungsleser den Tipp auf den 45-Jährigen gab. Erstbesitzer des seltenen Ferrari 288 GTO, Baujahr 1985, ist laut Verkaufsanzeige Ex-Formel-1-Pilot Eddie Irvine.
Bildnachweis: © ---/Polizei Düsseldorf/dpa
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Nach Ferrari-Coup: Mutmaßlicher Dieb vor Gericht
Wegen eines dreisten Millionen-Coups muss ein 45-Jähriger vor Gericht: Er soll mit einem millionenteuren Ferrari bei einer Probefahrt dem Mitarbeiter eines Oldtimer-Handels davongebraust sein.
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