Nach dem Überfall auf eine Tankstelle im saarländischen Völklingen ist ein Polizist durch Schüsse aus einer Dienstwaffe getötet worden. Zuvor hatte der mutmaßliche Räuber dem Beamten bei einem Gerangel die Dienstwaffe entrissen und geschossen, wie ein Polizeisprecher sagte. Nach dem Raubüberfall auf die Tankstelle hatten zwei Polizeibeamte einen der Täter zu Fuß verfolgt, wie der Polizeisprecher erläuterte. Es sei zu einem Gerangel gekommen, der Mann habe einem der Beamten die Schusswaffe entreißen können und mehrfach auf die Polizisten geschossen. Der Täter sei bei dem Schusswechsel ebenfalls getroffen worden. Er wurde festgenommen. In Völklingen war ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften im Einsatz. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt, auf den Straßen waren Polizeibeamte mit Maschinenpistolen unterwegs. Auch mehrere Rettungswagen waren im Einsatz. Nähere Angaben zum Alter des verstorbenen Beamten machte der Ministeriumssprecher unter Verweis auf den Schutz der Persönlichkeit zunächst nicht. Ein Polizeisprecher sagte, das Opfer sei ein «klassischer Einsatzbeamter auf der Dienststelle» gewesen. Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) sprach am späten Abend von einem 34 Jahre alten, engagierten Polizeioberkommissar. Die saarländische Landespolitik reagierte mit Trauer und Bestürzung. «Ein junger Polizist ist aus dem Leben und aus seiner Familie gerissen worden», schrieb Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) auf Instagram. «Wohl niemand kann sich das Leid der Angehörigen vorstellen. Ich trauere mit der Familie des Beamten, der in Völklingen im Einsatz für unsere Sicherheit tödlich verletzt wurde.» Jost, der sich noch am Abend am Tatort über das Verbrechen informiert hatte, sprach von einem der «schwärzesten Tage für das Saarland und für die saarländische Polizei». Er sprach der Familie, den Kollegen und Freunden des Opfers sein Mitgefühl aus. «Wir werden die Angehörigen und die Polizeifamilie in dieser schweren Zeit bestmöglich unterstützen. Zugleich werden wir den Einsatzablauf sorgfältig aufarbeiten.» Die saarländische Polizei als Familie werde aber auch hier zusammenhalten. Die CDU im Saarland und die Gewerkschaft der Polizei zeigten sich ebenfalls erschüttert. «Die Nachricht erfüllt uns mit tiefer Trauer und Bestürzung», erklärte CDU-Landeschef Stephan Toscani. Er sprach den Angehörigen und Freunden des getöteten Beamten sein Beileid aus. «Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und Liebsten des im Dienst getöteten Kollegen», teilte der Bundesvorsitzende Jochen Kopelke am Abend mit. Der Familie wie auch den Kollegen und anderen beteiligten Einsatzkräften wünsche er viel Kraft. Die Stadt Völklingen hat nach eigenen Angaben rund 40.000 Einwohner und zählt zu den größeren Städten im Saarland. Sie ist vor allem durch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte bekannt, einem ehemaligen Eisenwerk.Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften
Auch Gewerkschaft und CDU sind erschüttert
Bildnachweis: © Gianni Gattus/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Raubüberfall fallen Schüsse - Polizist stirbt
Zwei Polizeibeamte im Saarland verfolgen einen Tankstellenräuber zu Fuß, als es zu einem Gerangel kommt. Ein Beamter wird von Schüssen aus der Dienstwaffe tödlich getroffen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
- 15. April 2026
Neues Format erfolgreich gestartet: Erster Mittagsimpuls Ausbildung mit Praxiswissen zur Weiterbildung
Auftakt für eine neue Online-Reihe der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld: Beim ersten „Mittagsimpuls...
- 29. April 2026
Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.
Neueste Artikel
Bei einem Schießtraining auf dem Truppenübungsplatz Putlos ist ein Angehöriger der Bundespolizei tödlich verletzt worden. Erste Hinweise deuten auf einen Unfall hin, doch viele Fragen bleiben offen.
Gut einen Monat nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hält sich die Zahl nachweislich Infizierter weiter in engen Grenzen. Der WHO-Chef zieht eine erste Bilanz.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Bei einem Schießtraining auf dem Truppenübungsplatz Putlos ist ein Angehöriger der Bundespolizei tödlich verletzt worden. Erste Hinweise deuten auf einen Unfall hin, doch viele Fragen bleiben offen.
Gut einen Monat nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff hält sich die Zahl nachweislich Infizierter weiter in engen Grenzen. Der WHO-Chef zieht eine erste Bilanz.






