31. Oktober 2025 / Allgemeines

Neue Sicherheitsvorkehrungen für Louvre noch in diesem Jahr

Überraschend einfach gelangten Diebe in den Louvre und stahlen wertvolle Schmuckstücke. Nun will Frankreich die Sicherheit des Museums erhöhen - und zwar schnell.

Frankreichs Kulturministerin sagt noch in diesem Jahr neue Sicherheitsmaßnahmen für das Louvre-Museum zu. (Archivbild)
Veröffentlicht am 31. Oktober 2025 um 16:09 Uhr von dpa

Nach dem millionenschweren Diebstahl im Pariser Louvre soll das Museum noch in diesem Jahr zusätzlichen Schutz erhalten. Vorkehrungen gegen Einbruch und Diebstahl sollten bald getroffen werden, gab Frankreichs Kulturministerin Rachida Dati im Sender TF1 bekannt. Vor dem Museum sollen zudem Vorrichtungen gegen Fahrzeuge errichtet werden, die als Rammböcke genutzt werden können. Dati gestand mit Blick auf den Raub: «Das ist ein Sicherheitsversagen.» Sie betonte: «Sofortmaßnahmen sind erforderlich.»

Die Kulturministerin wiederholte, dass die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen bei dem Coup vor knapp zwei Wochen gegriffen hätten. Der Alarm habe funktioniert und das Personal sich ans Protokoll gehalten. Ein von Dati in Auftrag gegebener Bericht habe aber eine seit langem bestehende, chronische Unterschätzung des Einbruchsrisikos festgestellt. Zudem gebe es zu wenig Personal, um Einbrüche zu bekämpfen. Die Sicherheit des Museums soll nun auch organisatorisch anders aufgestellt werden.

Acht wertvolle Schmuckstücke entwendet

Der Raubzug mehrerer Täter am 19. Oktober hatte international Schlagzeilen gemacht. Die Maskierten hatten einen mit einer Hebebühne ausgestatteten Lkw neben dem Museum geparkt. Während zwei der Täter auf Motorrollern an der Straße warteten, gelangten die anderen beiden mit der Hebebühne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster in das Museum, wo sie auch Personal bedrohten.

Die Diebe flohen auf den Motorrollern mit acht kostbaren Schmuckstücken früherer Königinnen und Kaiserinnen - darunter waren mit Edelsteinen übersäte Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen. Die mit Smaragden und Hunderten Diamanten verzierte Krone der Kaiserin Eugénie (1826-1920) gehörte ebenfalls zur Beute, wurde allerdings später in der Nähe des Louvre beschädigt gefunden - offenbar hatten die Täter sie bei der Flucht verloren. Der Wert des Schmucks wurde auf 88 Millionen Euro geschätzt. Dass die Täter derart einfach in den Louvre gelangen konnten, sorgte für Kopfschütteln und Kritik.

Sieben Verdächtige festgenommen

Von der millionenschweren Beute fehlt noch immer jede Spur. Mittlerweile wurden aber sieben Verdächtige festgenommen. Zwei von ihnen haben teilweise gestanden und sitzen in Untersuchungshaft. Fünf weitere befinden sich in Polizeigewahrsam. Zu ihnen sind bisher kaum Details bekannt. Die Suche nach weiteren mutmaßlichen Tätern läuft weiterhin.


Bildnachweis: © Emma Da Silva/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Michaeliswoche 2026: Das erwartet euch in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Vom 25. September bis 4. Oktober bietet die Michaeliswoche in Gütersloh Kirmes, Straßenkunst und ein Familienprogramm.

weiterlesen...
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.

weiterlesen...
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Behördenmitarbeiter bei Waffenkontrolle erschossen
Allgemeines

Ein Routine-Einsatz endet tödlich: Bei einer Waffenkontrolle werden zwei Behördenmitarbeiter angeschossen, einer stirbt. Der mutmaßliche Schütze verschanzt sich seitdem vor der Polizei.

weiterlesen...
«Geschockt»: Vier junge Mopedfahrer nach Überholmanöver tot
Allgemeines

Ein Autofahrer rast in Brandenburg beim Überholen in eine Gruppe junger Mopedfahrer. Vier Menschen sterben. Sie waren wie viele Teenager auf dem Land mit Mopeds unterwegs. Eine Region ist geschockt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Behördenmitarbeiter bei Waffenkontrolle erschossen
Allgemeines

Ein Routine-Einsatz endet tödlich: Bei einer Waffenkontrolle werden zwei Behördenmitarbeiter angeschossen, einer stirbt. Der mutmaßliche Schütze verschanzt sich seitdem vor der Polizei.

weiterlesen...
«Geschockt»: Vier junge Mopedfahrer nach Überholmanöver tot
Allgemeines

Ein Autofahrer rast in Brandenburg beim Überholen in eine Gruppe junger Mopedfahrer. Vier Menschen sterben. Sie waren wie viele Teenager auf dem Land mit Mopeds unterwegs. Eine Region ist geschockt.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner