Sie sind zurück auf der Insel: Punks haben am Montag in Tinnum auf Sylt ein mehrwöchiges Protestcamp aufgebaut. Am Vormittag stellten etwa 20 Punks und andere Demonstranten ihre Zelte auf einer Fläche an der Tinnumer Festwiese am Rande Westerlands auf. Das Camp ist unter Auflagen von der nordfriesischen Kreisverwaltung genehmigt worden. Unter dem Motto «Sylt für alle» kritisiert die Gruppe Aktion Sylt eine Spaltung der Gesellschaft. Insulaner würden durch Gentrifizierung vertrieben, die Reichen schotteten sich ab, heißt es auf der Homepage. «Wohnen sollte ein Grundrecht sein», sagte Jonas, einer der Organisatoren. «Und nicht dadurch unmöglich gemacht werden, dass sich manche Menschen für zwei, drei schöne Wochen im Sommer eine dicke Villa kaufen». Im vergangenen Sommer hatten unter anderem gegen die Entwicklung Sylts protestierende Punks wochenlang in einem Park vor dem Rathaus von Westerland gezeltet. Bewohner und Urlauber beschwerten sich über Lärmbelastung und Verunreinigungen; schließlich musste das Lager nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss geräumt werden. In diesem Jahr war in der Fußgängerzone Westerlands zunächst nichts von den Punks zu merken. Dieses Jahr schätzten die Veranstalter die Teilnehmerzahl für die Anmeldung auf 20 bis 50. Den Auflagen zufolge ist die Veranstaltung auf maximal 300 zeltende Personen begrenzt.
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Neues Protestcamp von Punks auf Sylt
«Sylt für alle» lautet das Motto einer Aktion, die am Beispiel der bei wohlhabenden Menschen beliebten Urlaubsinsel auf die Spaltung der Gesellschaft aufmerksam machen möchte.
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