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Nistkästenkontrolle und Wespenberatung

Carolin Reckmann ist Bundesfreiwillige bei der Stadt Gütersloh.

„Aktuell steht die Kontrolle der Wasseramselnistkästen an“, erklärt Carolin Reckmann. Ausgestattet mit Gummistiefeln steht sie im Wasser der Dalke unter einer Brücke an der Neuen Mühle. „Hier überprüfe ich, ob die Vögel bereits gebrütet haben und dokumentiere den Zustand der einzelnen Brutplätze.“ Die 20-jährige ist derzeit als Bundesfreiwillige im Fachbereich Umweltschutz bei der Stadt Gütersloh tätig. „In den sommerlichen Monaten bin ich sehr oft draußen unterwegs“, sagt sie. Je nachdem, was gerade ansteht, ist sie dabei im ganzen Stadtgebiet für den städtischen Umweltschutz im Einsatz. Nicht nur hier an Gewässerstellen, sondern auch an öffentlichen Gebäuden überprüft sie, im Auftrag des Fachbereichs Umweltschutz, die platzierten Brutkästen für verschiedene Vogelarten. Ein wichtiges Vorgehen im Bereich des Umweltschutzes, um das Vorkommen geschützter Populationen zu stabilisieren und zu schützen.

Auch für das Thema „Wilder Müll in der Natur“ ist Carolin Reckmann als Bundesfreiwillige zuständig. Derzeit tauscht sie an einigen Stellen im Stadtgebiet veraltete Schilder durch neue mit aktualisierten Informationen aus. Ihre vielfältigen Aufgaben werden vor allem durch die ganz unterschiedlichen Bereiche des Umweltschutzes und die aktuelle Jahreszeit bestimmt. „Die Kolleginnen und Kollegen kommen auf mich zu, wenn sie Unterstützung benötigen oder interessante Aufgaben für mich haben“, erklärt Reckmann. „Bei unserem regelmäßigen Treffen, dem „Bufdi-Fix“, besprechen wir Bundesfreiwillige gemeinsam mit dem Team die aktuellen, sowie kommenden Projekte, die wir dann oft selbstständig angehen.“

Am Nachmittag dann der Ortswechsel: Der Bundesfreiwilligendienst führt Carolin Reckmann nicht nur nach draußen, auch die Arbeit im Büro gehört dazu. „Das macht den Dienst so vielfältig, ich habe hier sowohl einen Schreibtischjob, verbringe aber auch viel Zeit in der Natur“, sagt sie. Für verschiedene Recherchearbeiten hat sie außerdem viel telefonischen Kontakt, aktuell zum Beispiel mit Abfallunternehmen. „Im Sommer steht dann auch die telefonische Wespenberatung für Bürgerinnen und Bürger an“, erklärt sie. Ein persönliches Highlight ihrer Zeit als Bundesfreiwillige ist für Carolin Reckmann die Mitarbeit in der Naturschule Gütersloh. Das Gemeinschaftsprojekt wird durch die Umweltberatung Gütersloh betreut und bietet gemeinsam mit Kursveranstaltern ein vielfältiges Angebot in den Ferien um Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern und für ihren Schutz zu sensibilisieren. „Hier kann ich vor Ort mithelfen, die Kursleitung unterstützen und die Kurse eigenständig mitbetreuen“, berichtet Reckmann engagiert.

Für die Gütersloherin stand nach dem Abitur noch nicht ganz fest, wohin es beruflich für sie gehen soll. Das Interesse an Umwelt- und Naturschutz bestand aber schon seit Langem. „Zunächst habe ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr interessiert, bin dann aber auf die Möglichkeit des Bundesfreiwilligendienstes beim Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh gestoßen“, erklärt sie. Reckmann bewarb sich und startete im September 2018. „Ich wollte einfach schauen, ob das beruflich etwas für mich ist und neue Erfahrungen sammeln.“ Für insgesamt ein Jahr begleitet sie den Fachbereich Umweltschutz als Bundesfreiwillige und übernimmt ganz verschiedene Aufgaben aus Bereichen wie Natur- und Artenschutz, Umweltbildung oder Klimaschutz im städtischen Kontext. „Der Bundesfreiwilligendienst kann für jeden interessant sein, egal in welcher Situation oder in welchem Alter man sich befindet“, meint die 20-jährige. „Gerade, wenn man noch unsicher ist, wohin einen der berufliche Weg führt, ist es eine tolle Möglichkeit, um das Arbeitsleben und etwas Neues kennenzulernen.“

Hier im Umweltschutz habe sie ein sehr nettes Umfeld, tolle Kollegen und interessante und abwechslungsreiche Aufgaben, durch die sie vieles lernen kann. Neben eigenverantwortlichem Arbeiten sind für Carolin Reckmann vor allem die vielfältigen Themen des Umweltschutzes spannend. Und eine Idee für die eigene berufliche Zukunft nach dem Freiwilligendienst hat sie auch schon: Sie plant ab dem kommenden Wintersemester ein Studium der Raum- oder Stadtplanung oder möchte in Richtung Architektur gehen. „Hier würde ich gerne Konzepte entwickeln, die vor allem den nachhaltigen Aspekt berücksichtigen“, unterstreicht Carolin Reckmann. „Das ist ein Bereich, den ich durch den Bundesfreiwilligendienst im Umweltschutz für mich entdeckt habe.“

Die Stadt Gütersloh bietet vielfältige Möglichkeiten für ein Engagement als Bundesfreiwillige/r im Fachbereich Umweltschutz an. Ob Natur- und Artenschutz, Umweltbildung oder Energie und Klimaschutz, die verschiedenen Gebiete gliedern sich in ganz unterschiedliche Tätigkeitsfelder auf.

Quelle/Bild: guetersloh.de

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