2. Februar 2022 / Allgemeines

Oldenburgerin sammelt 490 Tomatenmarkdosen

Sammeln kann man fast alles, aber Tomatendosen aus aller Welt, das ist schon ungewöhnlich. Dabei haben auch die bunten Dosen eine Geschichte.

Gunda Tuchenhagen in ihrem Esszimmer vor einer Regalwand mit zahlreichen Tomatenmarkdosen aus verschiedenen Ländern.
Veröffentlicht am 2. Februar 2022 um 12:07 Uhr von dpa

Anfangs nutzte Gunda Tuchenhagen die leeren Tomatenmarkdosen, um Büroklammern aufzubewahren oder Stifte reinzustellen. Die Dosen auf dem Schreibtisch waren irgendwie besonders, vor allem aber praktisch.

«Aber das Sammeln ist ein schleichender Prozess», erzählt sie und blickt heute auf 490 Tomatenmarkdosen aus aller Welt.

Die Exponate zieren das Esszimmer der Altbauwohnung und sind unterschiedlich groß. 40 Gramm, 70 Gramm, 140 Gramm. Die beherrschenden Farbtöne sind Rot und Gold. Die meisten Dosen sind leer, einige der neuen aber noch gefüllt. «In der Regel müssen aber alle vorsichtig geöffnet und geleert werden, ohne jedoch die Dosen zu beschädigen. Anderenfalls würden sie sich irgendwann wölben und auch rosten.»

Jede Dose hat ihre Geschichte

Das wäre nach rund 40 Jahren ganz sicher der Fall, denn die ersten Dosen fanden sich 1983 auf dem Schreibtisch der Lehrerin ein. Inspiriert durch eine Kunstausstellung in Oldenburg nahm die Leidenschaft ein Jahr später ihren Lauf. Die Dosen fanden ihren Weg aus Asien, Südamerika, ganz Europa, Neuseeland und vielen Ländern mehr nach Oldenburg. «Ich bin nicht überall gewesen», winkt die 63-Jährige schmunzelnd ab. Aber es habe sich eben rumgesprochen. Und fast alle Dosen haben ihre eigene Geschichte.

Erst vergangene Woche brachte ihr jemand eine Tomatenmark-Dose aus Madagaskar mit. Die Sammlung ist chronologisch geordnet, aber die Suche hat Tuchenhagen nicht systematisiert. Es geht ihr vor allem um eins: Spaß an der Freude. Die Exponate stehen in einem speziellen Setzkastenregal. Das hat ihr Mann gebaut. Die Wohnung bietet mit ihren 3,60 Meter hohen Decken noch reichlich Platz für weitere Tomatenmarkdosen. «Da ist noch Luft nach oben», sagt die Sammlerin.


Bildnachweis: © Hauke-Christian Dittrich/dpa
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