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Präventive Hilfe zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung

Wenn Eltern an psychischen Erkrankungen leiden sind auch die Kinder betroffen, hier ist die Unterstützung durch Erzieherinnen und Erzieher gefordert. Auf Einladung des Fachbereichs Jugend und Bildung kamen jetzt die Mitarbeiter der städtischen Kindertageseinrichtungen zu einem Fachtag zum Thema „Familien mit psychisch kranken Eltern: Auswirkungen auf das elterliche Fürsorgeverhalten“ im Seminarraum der Volksbank Gütersloh zusammen. Bei der ganztätigen Schulung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den 22 städtischen Einrichtungen von Dozent Dr. Michael Hipp, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Grundlagenwissen über die frühkindliche Bindungsentwicklung und vertiefte Informationen über präventive Hilfen zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung.

Die Zahl der Familien mit komplexem Hilfebedarf wächst, psychische Erkrankungen von Eltern können Auswirkungen auf das elterliche Fürsorgeverhalten haben, so kann es zu Defiziten in der Feinfühligkeit gegenüber den kindlichen Bedürfnissignalen kommen. Um den Unterstützungsbedarf der Familien zu gewährleisten ist eine enge Zusammenarbeit unabdingbar. Frühe Hilfen sind notwendig, um den Familien die Unterstützung zu geben, die sie benötigen. „Dieses Thema nimmt in unseren Kindertageseinrichtungen vermehrt zu, da wir verstärkt Kinder unter drei Jahren in den Einrichtungen betreuen“, erklärt Andrea Körber, Abteilungsleitung Tagesbetreuung von Kindern bei der Stadt Gütersloh. „Wir als Träger sind hier gefordert, das richtige Fachwissen und die notwendige Qualifikation anzubieten.“

Ziel sei es, die Kinder zu begleiten und die Eltern zu unterstützen, ergänzt Fachberaterin Bettina Kirchner der Stadt Gütersloh: „Damit leisten wir auch einen Beitrag zum Kinderschutz. Auf die Kitas kommen immer mehr Beratungsthemen zu, daher müssen wir Antworten und Informationen durch Fortbildungen zur Verfügung stellen.“

BU: Führten den Fachtag durch: Andrea Körber, Bettina Kirchner (beide Tagesbetreuung von Kindern, Stadt Gütersloh) und Dr. Michael Hipp (Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie).

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