17. November 2017 / Allgemeines

Preiswürdiges Konzept zur kulturellen Bildung

15.000 Euro für Projekte

Preiswürdiges Konzept zur kulturellen Bildung

Preiswürdiges Konzept zur kulturellen Bildung

Stadt Gütersloh vom Land ausgezeichnet – 15 000 Euro fließen in die Umsetzung von Projekten

Großer Erfolg für das städtische Konzept zur kulturellen Bildung: Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat jetzt im Rahmen einer Festveranstaltung im Landestheater Neuss unter anderem die Stadt Gütersloh mit  dem Preis "Kinder- und Jugendkulturland NRW" ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung würdigt die Landesregierung sowohl einzelne Kultureinrichtungen und -akteure als auch Städte und Kreise, die Kindern und Jugendlichen in modellhafter Weise die Teilhabe am kulturellen Leben in Nordrhein-Westfalen eröffnen. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert.

Bürgermeister Henning Schulz und Kultur-Beigeordneter Andreas Kimpel nahmen die Urkunde aus der Hand der Ministerin entgegen. „Die Auszeichnung ist Ansporn und Anreiz, den eingeschlagenen Prozess der kulturellen Bildung in Gütersloh in der Zukunft fortzusetzen. Sie ist eine Anerkennung für all die Menschen, die in den letzten Monaten aktiv in Arbeitsgruppen mitgewirkt und sich am Prozess der Konzepterstellung beteiligt haben. Dafür auch von hier ein großes Dank und Anerkennung,“ sagte Henning Schulz.

Andreas Kimpel erklärte: „„Das Preisgeld von 15.000 Euro wird zu 100 Prozent für die Weiterentwicklung und für neue Projekte im Bereich der kulturellen Bildung in Gütersloh eingesetzt. Der Grundstein ist gelegt. Nun gilt es, das Begonnene mit kreativen Ideen und Leben zu füllen. Dank an die Jury und das Ministerium für die tolle Anerkennung mit diesem Preis.“

Das Konzept für die Kulturelle Bildung basiert auf den Ergebnissen der Erstellung des Kulturentwicklungsplans (KEP) . Kennzeichnend für den Prozess war auch hier - wie beim KEP-Prozess insgesamt - der breite partizipative Ansatz, um die Interessen und Vorstellungen möglichst vieler Akteure aus dem Bereich kultureller Bildung in das Konzept einfließen zu lassen.

Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprozesses und die Erkenntnisse aus dem Kulturforum, das Anfang Oktober im Kleinen Saal der Stadthalle stattfand, haben ihren Niederschlag in dem nun ausgezeichneten  Konzept gefunden, über das der Kulturausschuss Ende November beraten und entscheiden wird. Die wesentlichen Handlungsansätze bilden die Bereiche Beratung, Vernetzung, Weiterentwicklung bestehender Projekte Kultureller Bildung, die Entwicklung neuer Projekte und die finanzielle Absicherung. Dabei sollen insbesondere auch die Bereiche Integration und Generationen künftig stärker berücksichtigt werden – immer mit dem Ziel im Auge, eine breitere Partizipation an Kultureller Bildung in der Stadtbevölkerung zu erreichen.

"Alle Kinder und Jugendlichen müssen Zugang zu kulturellen Angeboten erhalten. Dafür braucht es die Zusammenarbeit und das Engagement vieler Akteure", betonte die Ministerin bei der Preisverleihung. "Die Preisträger stehen für kreative Ideen und Kooperationen. Sie fördern die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen und ermutigen andere, sich auch auf diesen Weg zu begeben."

Ministerin Isabel Pfeifer-Poensgen betont: „Die Stadt Gütersloh war so mutig, in diesen Zeiten ein neues Theater zu planen, das schon als Bauwerk weit über Nordrhein-Westfalen hinaus Anerkennung und Bewunderung gefunden hat (Eröffnung 2010). Aber natürlich gibt es in Gütersloh noch viel mehr – viel mehr Kunst, viel mehr Kultur, viel mehr kulturelle Bildung. Allein die Bestandsaufnahme der Akteure war deshalb eine notwendige, aber aufwendige Fleißarbeit.
Zwei Aspekte möchte ich besonders nennen: den Kulturfächer – nach Neusser Vorbild, so steht es im Konzept – und die Verankerung der kulturellen Bildung in der Kulturentwicklungsplanung der Stadt. Während der Kulturfächer einen praktisch orientierten Angebotskatalog darstellt, der jedem schnell und auf einfache Weise ermöglicht, geeignete Partner für Projekte zu finden, ist die Kulturentwicklungsplanung auf zehn Jahre angelegt (2015 – 2025). Zur Mitwirkung sind alle eingeladen, die mitgestalten wollen: Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, aber ebenso Interessierte, Vertreter von Initiativen und Fördervereinen. Kultur und kulturelle Bildung werden als ‚Bürgersache‘ verstanden, für die ‚alle‘ Verantwortung tragen und die ‚alle‘ gemeinsam nach vorn bringen. Dieser offene, aber zielorientierte Ansatz hat die Jury überzeugt.“

Neben Gütersloh wurden auch die Städte Minden und Kamp-Lintfort ausgezeichnet

Die Einzelheiten des Konzeptes können unter www.kep-guetersloh.de eingesehen werden.

 

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