Mehr als drei Jahre nach dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen hat am Dienstag der Prozess vor dem Landgericht München II begonnen. Zum Auftakt der Verhandlung verlas die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift. Darin werfen die Ermittler zwei Bahnmitarbeitern unter anderem fahrlässige Tötung vor. Ursprünglich wurde gegen drei Bahnmitarbeiter Anklage erhoben – ein Verfahren wurde jedoch eingestellt. Für den Prozess sind 19 Termine bis zum 15. Januar 2026 festgesetzt. Das Unglück ereignete sich im Juni 2022: Bei Garmisch-Partenkirchen entgleiste ein Regionalzug. Vier Frauen und ein 13-Jähriger starben. 78 Menschen wurden verletzt, 16 von ihnen schwer. Die Strecke war monatelang gesperrt, der Schaden an Fahrzeugen und Infrastruktur belief sich auf geschätzt 4,75 Millionen Euro. Ursache des Zugunglücks waren laut verschiedener Gutachten marode Betonschwellen. Wegen chemischer Reaktionen im Inneren des Stahlbetonkerns waren die Schwellen nicht mehr tragfähig genug.
Bildnachweis: © Peter Kneffel/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Prozess um tödliches Zugunglück von Garmisch gestartet
Fünf Tote, zig Verletzte: Nach dem tragischen Zugunglück von Garmisch stehen zwei Bahnmitarbeiter vor Gericht. Der Prozess dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
- 15. April 2026
Neues Format erfolgreich gestartet: Erster Mittagsimpuls Ausbildung mit Praxiswissen zur Weiterbildung
Auftakt für eine neue Online-Reihe der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld: Beim ersten „Mittagsimpuls...
- 29. April 2026
Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.
Neueste Artikel
Nach einem tödlichen Wohnungsbrand in Rietberg-Mastholte empfiehlt Thomas Bosmann, Obermeister der Elektro-Innung...
- 12. Mai 2026
Bundespolizist bei Schießtraining tödlich verletzt
Beim Schießtraining auf einem Truppenübungsplatz in Schleswig-Holstein kam ein Bundespolizist ums Leben. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten einen Unfall als Ursache.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. Mai 2026
Bundespolizist bei Schießtraining tödlich verletzt
Beim Schießtraining auf einem Truppenübungsplatz in Schleswig-Holstein kam ein Bundespolizist ums Leben. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten einen Unfall als Ursache.
- 12. Mai 2026
Männer werden immer später Vater
Männer in Deutschland wurden 2024 im Schnitt erst mit 33 Jahren das erste Mal Vater. Wie sich die Zahlen über die vergangenen Jahrzehnte verändert haben.






