Bei einem Unfall eines Reisebusses sind am frühen Freitagmorgen sechs Menschen schwer und 29 Menschen leicht verletzt worden. Der Reisebus mit 54 Insassen war auf der Autobahn 2 bei Magdeburg von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt, berichtete die Polizei. Die Fahrtrichtung Hannover der A2 soll noch bis zum Mittag voll gesperrt bleiben. Nach Angaben eines dpa-Reporters kamen die Reisenden unter anderem aus Polen, der Ukraine, Weißrussland und Belgien. Die jüngsten Insassen seien etwa zehn Jahre alt gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die ältesten Reisenden seien etwa 60 Jahre alt. Welchen Abfahrtsort und welches Ziel der Bus hatte, war zunächst unklar. Der Bus habe sich mit zwei Fahrern auf der Strecke von Warschau nach Belgien befunden, sagte der Vize-Chef des Reiseunternehmens Sindbad, Bogdan Kurys, am Freitagmorgen der Nachrichtenagentur PAP. Er teilte mit, dass ein Ersatzbus auf dem Weg zum Unfallort sei. Laut Polizei war bei dem Unfall einer der Fahrer schwer verletzt worden. Der Bus war aus bislang ungeklärter Ursache zwischen der Raststätte Börde Nord und der Anschlussstelle Bornstedt nach rechts von der Autobahn abgekommen, ins Schleudern geraten und schließlich auf dem Dach zum Liegen gekommen. Bei den Räumungsarbeiten werden unter anderem Kräne eingesetzt. Die Schwerverletzten wurden ins Krankenhaus gebracht, die anderen Reisenden wurden mit einem Ersatzbus zu einer Sammelstelle gebracht und dort versorgt. Nachdem der Bus gedreht und abtransportiert wurde, hob die Polizei gegen Mittag die Vollsperrung der Fahrbahn auf. Nun folgen nach Angaben der Beamten weitere Ermittlungen zum Unfallhergang. Mit einem vorläufigen Überblick sei erst in den kommenden Tagen zu rechnen. Unterdessen drückten einige Vertreter ihr Mitgefühl aus. Der deutsche Botschafter in Warschau, Thomas Bagger, schrieb auf Twitter, seine Gedanken seien bei den verletzten Passagieren, er wünsche ihnen rasche Genesung. Der polnische Konsul Marcin Krol schrieb auf Twitter, er sei bei den Verletzten. Fünf polnische Staatsbürger seien im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. Das letzte größere Busunglück bei Magdeburg liegt mittlerweile knapp 16 Jahre zurück. Damals fuhr ein Lastwagen auf der Autobahn 14 nahe Könnern (Salzlandkreis) an einem Stauende mit großer Wucht auf einen Reisebus auf. 13 Businsassen starben, 22 weitere wurden teils schwer verletzt. Der Lastwagenfahrer wurde später wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt.Bus auf dem Weg von Warschau nach Belgien
Genesungswünsche per Twitter
Bildnachweis: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Reisebus auf der A2 umgekippt - 35 Menschen verletzt
Am frühen Morgen kommt ein Reisebus von der Autobahn bei Magdeburg ab und dreht sich aufs Dach. Zahlreiche Menschen verletzen sich. Unter den Insassen sind auch Kinder.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 31. März 2026
Osterfeuer nur mit Tradition
Umschichten vor dem Entzünden ist Pflicht.
- 10. April 2026
Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch
- 16. März 2026
Streik: Stadtbusse bleiben drei Tage stehen
Von Donnerstag, 19. März, bis Sonntag, 22. März, um 4 Uhr.
Neueste Artikel
- 14. April 2026
Harry und Meghan teilen Umarmungen in Kinderklinik aus
Die beiden abtrünnigen Royals waren zuletzt 2018 im Namen der Krone in Australien. Nun reisen sie auf eigene Faust. Doch der royale Zauber verfängt trotzdem.
- 14. April 2026
Bürgermeister stundenweise wieder im Rathaus
Matthias Trepper dankt allen für die große Anteilnahme.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. April 2026
Harry und Meghan teilen Umarmungen in Kinderklinik aus
Die beiden abtrünnigen Royals waren zuletzt 2018 im Namen der Krone in Australien. Nun reisen sie auf eigene Faust. Doch der royale Zauber verfängt trotzdem.
- 14. April 2026
Justiz in Potsdam übernimmt Verfahren nach Fernandes-Anzeige
Collien Fernandes erhebt Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner, bei denen es um sexualisierte Gewalt geht. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden nun an ihrem früheren Wohnort weitergeführt.






