In der katalanischen Hauptstadt Barcelona haben sich am Wochenende Zehntausende junge Leute zu riesigen Partys unter freiem Himmel getroffen. Anlass war das Stadtfest La Mercè, das zu Ehren der Stadtpatronin La Mercè jeweils am 24. September abgehalten wird. Am Rande kam es vor allem in der Nacht zu Samstag, als schätzungsweise 40 000 Menschen meist friedlich feierten, zu schweren Ausschreitungen kleinerer Gruppen von Jugendlichen, wie die Zeitung «La Vanguardia» am Sonntag berichtete. Politische Forderungen habe es dabei nicht gegeben, es sei «Gewalt um der Gewalt willen» gewesen. Autos, Motorräder und Müllcontainer aus Plastik wurden in Brand gesetzt, Scheiben eingeschlagen, Geschäfte geplündert und Verkehrsschilder demoliert. 34 Teilnehmer wurden - zum Teil durch Messerstiche - verletzt. Auch fünf Polizisten mussten ärztlich behandelt werden. Es habe 22 Festnahmen gegeben. Die Sicherheitskräfte seien angesichts der schieren Masse an Menschen überfordert gewesen. Auch in der Nacht zu Sonntag habe es wieder mehrere Partys im Freien gegeben, jedoch mit weniger Gewalt. Solche Partys im Freien, oft mit viel Alkohol, die in Spanien «Botellones» genannt werden, sind verboten und das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit kann hohe Bußgelder nach sich ziehen. Die Innenbereiche von Diskotheken sind in Katalonien wegen Corona aber noch immer geschlossen, weshalb junge Leute auf öffentliche Plätze ausweichen. Die Corona-Lage ist in Spanien derzeit sehr entspannt, die Zahl der Neuinfektionen ist niedrig, die Situation in den Krankenhäusern hat sich beruhigt und die Impfkampagne ist weit fortgeschritten.
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Riesenpartys mit 40 000 Teilnehmern in Barcelona
Die Corona-Lage in Spanien ist entspannt, es darf gefeiert werden. Aber bei etlichen Riesenpartys in Barcelona gab es auch Randale und Gewalt.
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