Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich bei stetig sinkenden Fallzahlen nun der Schwelle von 100. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Mittwoch bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8). Der Wert sinkt in allen Altersgruppen. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht. Die Hälfte der Bundesländer liegt in der Corona-Pandemie mittlerweile unter dem politisch maßgeblichen Wert von 100. Den RKI-Daten zufolge sieht es in Schleswig-Holstein mit 49 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche besonders gut aus. Auch in Hamburg (67), Niedersachsen (78), Mecklenburg-Vorpommern (78) und Brandenburg (82) liegen die Werte deutlich unter der 100er Marke. Etwas knapper ist es in Rheinland-Pfalz (93), Bremen (90) und Berlin (86). Nur noch knapp über 100 liegen das Saarland (105) und Bayern (107). Schlusslichter sind weiterhin Sachsen (144) und Thüringen (168). Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz geht seit etwa zwei Wochen kontinuierlich zurück. Auch andere Kennzahlen wie der R-Wert und die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten weisen auf Entspannung hin. Das kann am Verhalten der Menschen liegen, aber auch am Fortschritt beim Impfen. Zudem sind Effekte der Bundes-Notbremse denkbar. Sie greift, wenn die Inzidenz auf Kreisebene an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Dann gelten automatisch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen. Auf Kreisebene dürften in den nächsten Tagen immer mehr Regionen in den Genuss von Lockerungen kommen. Derzeit liegt die Inzidenz laut RKI bereits in mehr als 190 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten unter 100. Wenn der Wert an fünf Tagen hintereinander unter 100 liegt, treten die Regeln der Bundes-Notbremse zwei Tage später außer Kraft. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 14.909 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.13 Uhr wiedergeben. Die Daten sollten nach RKI-Angaben Nachmeldungen vom Vortag aus Brandenburg enthalten. Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.034 Neuansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 268 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 285 Tote. Ein Rückgang der Infektionszahlen schlägt sich stets verzögert bei der Zahl der Todesfälle nieder, da die Zeitspanne zwischen Ansteckung und Tod meist mehrere Wochen beträgt. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.548.285 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.220.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85.380. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,83 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
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Bundesweite 7-Tage-Inzidenz nähert sich der 100
Das Infektionsgeschehen der dritten Corona-Welle in Deutschland flaut weiter ab. Mehrere Kennwerte weisen auf eine anhaltende Entspannung der Lage hin.
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