Mit großem Aufwand soll der vom Aussterben bedrohte und ausschließlich im nördlichsten Teil der Elbe vorkommende Schierlings-Wasserfenchel bewahrt werden. So sind in den vergangenen Jahren mehr als 7000 Exemplare der seltenen Sumpfpflanze in den Elbematsch in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gepflanzt worden, wie Gerwin Obst von der Stiftung Lebensraum Elbe der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Der Biologe betreut Stiftungs-Projekte rund um die botanische Seltenheit, darunter zehn neue Standorte entlang der Elbe. Die zweijährige Pflanze wächst nur in der norddeutschen Tideelbe und nirgendwo sonst auf der Welt. Und selbst hier gibt es nur wenige Tausend Exemplare. Als Tideelbe wird ein Bereich des Flusses vom Südosten Hamburgs bis zur Nordsee bezeichnet, in dem es - für einen Fluss untypisch - Ebbe und Flut gibt. Der Schierlings-Wasserfenchel wächst ausschließlich in den regelmäßig überfluteten Auenbereichen der Elbe. Die Pflanze war 2017 im Zuge der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Elbvertiefung in Hamburg berühmt geworden. Weil die Pflanze so extrem selten ist, mussten die Planer der Fahrtrinnenvertiefung nachbessern, zudem sollten weitere Standorte für den Schierlings-Wasserfenchel geschaffen werden. Auch die Hafenbehörde HPA hat in den Wasserfenchel deshalb seitdem mehr als 15,5 Millionen Euro investiert. Bis mindestens 2037 wird zudem jährlich gezählt, wie viele Exemplare es gibt. In einem ersten Monitoring sei der Bestand von fast 700 Pflanzen konstant geblieben. Im ganzen Norden zu beiden Seiten der Elbe sind es der Stiftung Lebensraum Elbe zufolge - je nach Zähljahr - wohl zwischen 1000 und 5000 Exemplare.Jährlich gezählt, wie viele Exemplare es gibt
Bildnachweis: © Christian Charisius/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schierlings-Wasserfenchel: Viel Aufwand für Rarität
Der Schierlings-Wasserfenchel wächst nur im deutschen Norden entlang der sogenannten Tideelbe. Das hat ihn einst im Zuge der Elbvertiefung berühmt gemacht. Mittlerweile wird für die Rarität viel getan.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 31. März 2026
Osterfeuer nur mit Tradition
Umschichten vor dem Entzünden ist Pflicht.
- 10. April 2026
Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch
- 16. März 2026
Streik: Stadtbusse bleiben drei Tage stehen
Von Donnerstag, 19. März, bis Sonntag, 22. März, um 4 Uhr.
Neueste Artikel
- 15. April 2026
Prüfaktion gegen Schwarzarbeit in München
Kurz vor dem Bayern-Spiel rücken Hunderte Einsatzkräfte in München aus. Wen sie im Visier haben und warum mitten in der City kontrolliert wird.
- 15. April 2026
Überraschende Wendung - ambitionierter Wal-Rettungs-Versuch
Endstation Kirchsee vor der Insel Poel - danach sah es zuletzt für den dort gestrandeten Buckelwal aus. Nach einer überraschenden Wende soll ein ambitioniertes Vorhaben nun doch das Tier retten.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. April 2026
Prüfaktion gegen Schwarzarbeit in München
Kurz vor dem Bayern-Spiel rücken Hunderte Einsatzkräfte in München aus. Wen sie im Visier haben und warum mitten in der City kontrolliert wird.
- 15. April 2026
Überraschende Wendung - ambitionierter Wal-Rettungs-Versuch
Endstation Kirchsee vor der Insel Poel - danach sah es zuletzt für den dort gestrandeten Buckelwal aus. Nach einer überraschenden Wende soll ein ambitioniertes Vorhaben nun doch das Tier retten.






