6. Juli 2024 / Allgemeines

Schütze tötet vier Menschen im US-Bundesstaat Kentucky

Erneut beginnt ein Tag in den USA mit Nachrichten über tödliche Waffengewalt. Zwei Männer und zwei Frauen werden bei einer Feier erschossen, drei weitere Menschen sind schwer verletzt im Krankenhaus.

Tödliche Waffengwalt ist in den USA trauriger Alltag.
von dpa

Bei einer Geburtstagsfeier im US-Bundesstaat Kentucky hat ein junger Mann das Feuer eröffnet und mindestens vier Menschen getötet. Drei weitere Menschen wurden nach Angaben der lokalen Polizeibehörde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Bei den Toten handelt es sich demnach um zwei Männer und zwei Frauen. Drei der Todesopfer waren 20 Jahre alt oder jünger. Der mutmaßliche Schütze - ein 20-Jähriger - habe sich nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei selbst erschossen, heißt es. Die Tat ereignete sich in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) in der Stadt Florence im Norden des Bundesstaats. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

«Es ist sehr emotional», sagte ein sichtlich betroffener Sprecher der Polizei bei einer Pressekonferenz. Er wisse, dass es Vorfälle wie diesen im ganzen Land gebe. Es sei aber das erste Mal, dass so etwas in Florence passiert sei. «Wir bereiten uns darauf vor und hoffen, dass es nie passiert. Nun sind wir leider damit in Berührung gekommen, wie so viele andere Polizeibehörden und Städte der Nation.»

Schusswaffen sind in den USA leicht erhältlich und massenhaft im Umlauf. Regelmäßig erschüttern Attacken mit vielen Opfern das Land - etwa an Schulen, in Supermärkten, Nachtclubs oder bei großen Veranstaltungen. Aber auch private Auseinandersetzungen, Polizeikontrollen, Streitigkeiten zwischen Kriminellen und Gangs enden weit häufiger als in anderen Ländern tödlich, weil so viele Menschen in den USA Waffen bei sich tragen. 

Laut Berechnungen, die sich auf Daten der US-Gesundheitsbehörde stützen, stirbt im Durchschnitt etwa alle elf Minuten ein Mensch in den Vereinigten Staaten durch Schusswaffengewalt.


Bildnachweis: © Frank Bowen IV/The Cincinnati Enquirer via AP/dpa
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