Als gemeinsame Geste der Solidarität und um die Erinnerung an die schrecklichen Auswirkungen des Erdbebens in der Türkei und Syrien wach zu halten, versammelte sich die Schulgemeinschaft des Reinhard-Mohn-Berufskollegs zu einer Gedenkstunde. Organisiert wurde das Gedenken an die Opfer der Naturkatastrophe sowohl von der Schülerschaft als auch von den Lehrkräften.
Neben eindrücklichen Gedanken zu den Ereignissen bewegten vor allem Tatsachenberichte von Freunden und Angehörigen, die so Schreckliches erleben mussten. Wer konnte, verließ die Region, um in Sicherheit und ohne Angst zu leben, erzählte Vanessa Weiß von Bekannten. Die Geschichte der Schülerin Asmin Dalbas, die ihre beste Freundin Aylin aus der türkischen Stadt Adiyaman verlieren musste, und das Gedicht von Jakob Celik, der die Gedanken der sechsjährigen Maria aus Syrien, die 91 Stunden unter Trümmern bis zu ihrer Rettung ausharren musste, erzählte, waren besonders prägnant.
Zeki Altunay, der zusammen mit dem Hautarzt Dr. Ercan Bediroǧlu aus Gütersloh ein Hilfsprojekt gegründet hat, berichtete aus der Gegend von Antakya, dass es kein intaktes Haus mehr gäbe und nun alles für den Wiederaufbau von Infrastruktur und Gebäuden getan werden müsse. Dorthin gehen auch die Hilfsgüter dieses Projektes, das vom Reinhard-Mohn-Berufskolleg unterstützt wird. Über den Verlauf der Hilfsaktion wird die Schule zeitnah informiert.
Für den musikalischen Rahmen der Gedenkstunde sorgten der ukrainische Schüler Vladyslav Savenkov auf der Gitarre sowie mit ihren Gesangsbeiträge Asmin Dalbas, Cem Özel und Zekiye Altunay. Der Schüler Salam Jomaa Barso porträtierte eine Fotoaufnahme von einem in Trümmern liegenden Geschwisterpaar aus Syrien. Dieses Bild wird nun in der Schule versteigert. Sein Erlös kommt ebenfalls der Spendenaktion zugute.
Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte des Reinhard-Mohn-Berufskollegs, die entweder im Forum oder per Live-Schaltung in den Klassen über eine Videokonferenz an der Gedenkstunde teilnahmen, wollen hier nun gemeinschaftlich ein Zeichen der Solidarität setzen. Über den Lehrer Cem Özel, der Beziehungen zur Familie Altunay aus Rietberg und Dr. Ercan Bediroǧlu hat, wurde diese Gedenkstunde initiiert und koordiniert. Gemeinsam sammelte die Schulgemeinschaft bisher 1.300 Euro, die für den nächsten Hilfstransport übergeben wurden.
Schulleiter Michael Kintrup zeigte sich ergriffen vom großen Engagement der Schüler und Schülerinnen und der Lehrkräfte, die nicht nur durch ihre aktive Teilnahme an der Gedenkstunde, sondern auch durch die große Spendenbereitschaft ihre Solidarität zeigten.
Quelle & Bild: Reinhard-Moh-Berufskolleg






