22. Juni 2021 / Allgemeines

Schüsse in Frankfurt - 41-Jähriger nach Angriff tot

Bei einem Polizeieinsatz in Frankfurt fallen Schüsse. Spezialkräfte rücken an. Ein 41-Jähriger ist tot - das LKA soll nun die Hintergründe aufklären.

Schwer bewaffnete Polizisten sichern eine Straße in Frankfurt.
Veröffentlicht am 22. Juni 2021 um 17:52 Uhr von dpa

Ein 41-Jähriger ist am Dienstag nach einem Angriff auf eine Polizeistreife tot in einer Wohnung im Frankfurter Westen gefunden worden.

«Wir gehen davon aus, dass der tödliche Schuss durch die Polizei erfolgte», sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag. Die genauen Umstände müssten noch aufgeklärt werden. Wie immer, wenn bei einem Polizeieinsatz mit Schusswaffengebrauch jemand stirbt, ermittelt nun eine höhere Behörde, in diesem Fall das Hessische Landeskriminalamt (LKA).

Um 11.15 Uhr sei ein Notruf aus dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Griesheim eingegangen, so die Polizei. Dabei sei von einer möglichen Gefahrensituation die Rede gewesen. Als eine Polizeistreife vor Ort eingetroffen sei, sei sie von dem 41-Jährigen angegriffen worden, der mit einem Messer und einer Schusswaffe bewaffnet gewesen sei. Es sei zum «Schusswaffengebrauch durch die Polizei» gekommen. Wer dabei wie oft schoss, blieb zunächst unklar - auch wo genau es zu den Schüssen kam. Ein Polizeibeamter sei im Zuge des Einsatzes verletzt worden.

Als Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) die Wohnung anschließend durchsuchten, sei dort der Angreifer leblos gefunden worden. Eine weitere Gefahr für die Bevölkerung könne man ausschließen. Nicht bekannt ist bisher, ob in der Wohnung eine Gefahrensituation bestand, ein Streit eskaliert war oder was der Hintergrund des Notrufs war. Ebenso muss noch geklärt werden, ob der 41-Jährige eine scharfe Waffe bei sich hatte oder eine Schreckschusswaffe oder Attrappe.

Da der Tatort nahe der S-Bahn-Strecke und des Bahnhofs Frankfurt-Griesheim lag, war auch der Bahnhof während des Polizeieinsatzes gesperrt. Die Umgebung wurde weiträumig abgesperrt. Schwerbewaffnete Polizisten und Einsatzwagen standen nicht nur in der abgesperrten Straße, sondern auch auf einer nahe gelegenen Grünanlage mit einem abgesperrten Spielplatz.

In der Nähe des Mehrfamilienhauses standen ein Rettungs- und ein Notarztwagen. Während Nieselregen einsetzte, wurden einige Anwohner, die mit Einkaufstaschen beladen zurück in ihre Wohnungen in der Nähe des Tatortes zurück wollten, ungeduldig.

Im Hof des Mehrfamilienhauses waren Beamte der Spurensicherung im Einsatz, bauten ein Zelt für die Arbeit am Hauseingang auf. Ein Kinderwagen war teilweise mit einer Plastikplane bedeckt.

Der unmittelbare Tatort blieb zunächst gesperrt. Die Polizei Frankfurt teilte nachmittags auf Twitter mit, dass die Sperrung im Einsatzgebiet nun nach und nach aufgehoben werde.


Bildnachweis: © Helmut Fricke/DPA/dpa
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