Bei einem Großeinsatz gegen eine nigerianische Betrügerbande hat die Schweizer Polizei nach Angaben der Polizeiorganisation Interpol den Regionalchef für Südeuropa und neun weitere Männer festgenommen. Der Einsatz galt der mafiaähnlichen Organisation «Black Axe», gegen die in München im vergangenen Jahr ein Prozess lief. Das bayerische Landeskriminalamt sowie das italienische Antimafia-Direktorat hätten zu dem Fahndungserfolg beigetragen, so Interpol. «In der Schweiz wird den Beschuldigten namentlich schwere Geldwäscherei, Romance Scam (Liebesbetrug) und weitere Cyber-Betrugsdelikte mit Schäden in Millionenhöhe vorgeworfen», teilte die Staatsanwaltschaft Zürich mit. Die Männer seien zwischen 32 und 54 Jahre alt und werden verdächtigt, Mitglieder oder aktive Unterstützer der Bande zu sein. «Black Axe» habe weltweit rund 30 000 registrierte Mitglieder sowie zusätzlich Geldkuriere und Vermittler, so Interpol. Sie sei unter anderem in den internationalen Drogenhandel, Menschenhandel, Prostitution sowie Entführungen und bewaffnete Raubüberfälle verwickelt. Die jährlichen Erträge würden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Bei Romance Scam wird teils über Monate eine vermeintlich romantische Beziehung zu einem Opfer aufgebaut, ehe dies unter Vortäuschung finanzieller Notlagen um Geld betrogen wird.Bande mit weltweit rund 30.000 Mitgliedern
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Schweiz: Regionalchef von Bande «Black Axe» festgenommen
Schweizer Ermittler schnappen den Chef einer kriminellen Bande, die mit Liebesbetrug und Cybertricks Millionen ergaunert haben soll. Wer steckt hinter «Black Axe»?
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