Acht Steinböcke aus der Schweiz sollen am Freitag in den bayerischen Alpen eine neue Heimat finden. Sie bringen frisches Blut in die Steinwildkolonie an der Benediktenwand, wie der Vorsitzende des Kreisjagdverbands Bad Tölz, Wolfgang Morlang, sagte. Der rund 100 Tiere umfassende Bestand dort stammt von ursprünglich sechs Tieren ab und ist inzwischen durch Inzucht bedroht. Die Tiere - «ein Bock und sieben Geißen, alle gesund», wie Morlang sagte - wurden am Mittwoch im Hochgebirge im Kanton Wallis gefangen, in den Regionen um die Viertausender Mischabel und Weisshorn. Freitagfrüh begann ihre Reise über Bregenz nach Bayern, begleitet von Wildhütern und Biologen der Uni Zürich. Sie sollten am frühen Nachmittag den Isarwinkel erreichen. Dort warteten bereits Traktoren mit Schneeketten, um die Tiere zur Auswilderung auf die verschneite rund 1800 Meter hohe Benediktenwand zu bringen. Schneeregen dürfte ihnen die Eingewöhnung ohne Störungen durch Bergwanderer oder Gleitschirmflieger in den kommenden Tagen erleichtern. Das Projekt zeige, dass «Jägerinnen und Jäger auch Heger und Naturschützer sind», sagte Morlang. Das Steinwild unterliege dem Jagdrecht, werde aber ganzjährig geschont. Der Alpensteinbock war anno 1800 schon fast ausgerottet. Heute leben in den Alpen wieder rund 45.000 Tiere, mehr als ein Drittel davon in der Schweiz.
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Schweizer Steinböcke in Bayern angekommen
Aus dem Wallis in die bayrischen Alpen: Die kleine Steinwildkolonie an der Benediktenwand erhält Zuwachs mit acht Steinböcken aus der Schweiz. Vor allem soll damit der Inzucht vorgebeugt werden.
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