Uranus und Neptun sind etwa viermal so groß wie die Erde und gelten als die beiden Eisriesen unseres Sonnensystems – neben den Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars sowie den beiden Gasriesen Jupiter und Saturn. Neuen Berechnungen zufolge könnten sie aber eher felsig statt eisig sein, wie die Universität Zürich (UZH) berichtet. Die beiden Planeten am Rand unseres Sonnensystems seien bislang nur unzureichend verstanden, sagte Luca Morf, Hauptautor der Studie. Sein Team kombinierte nun gängige physikalische und empirische Modelle. Dass die Planeten nicht nur aus Eis bestehen, sei schon vor 15 Jahren vermutet worden, sagte Ravit Helled, Professorin am Institut für Astrophysik. «Nun verfügen wir endlich über den rechnerischen Beleg.» Beide Außenplaneten könnten demnach Gesteinswelten mit dicker Eishülle sein - sicher ist das allerdings nicht. Noch verstünden Physiker nicht gut, wie sich Materialien unter den Druck- und Temperaturbedingungen im Inneren der Planeten verhalten. Deshalb seien weitere Studien nötig, um mehr Gewissheit zu erlangen. Das sei womöglich nur mit Missionen zu Uranus und Neptun möglich, meinte Helled. Um sich die Reihenfolge der Planeten zu merken, gibt es als Eselsbrücke den Satz «Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel». Jeder Buchstabe steht für einen Planeten, von der Sonne aus betrachtet: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Früher lautete der Satz: «Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten.» Nachdem immer mehr Himmelskörper entdeckt wurden, die dem Pluto ähneln, wurde der 2006 zum Zwergplaneten zurückgestuft und nicht mehr mitgezählt.Die Planetenreihe und die Eselsbrücke
Bildnachweis: © A. Simon; M. H. Wong; OPAL team/NASA/ESA,/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Sind Uranus und Neptun mehr Felsbrocken als Eisriese?
Uranus und Neptun sind Riesenplaneten am Rand unseres Sonnensystems - und gemeinhin als Eisriesen bekannt. Womöglich stimmt dieses Bild gar nicht, haben Schweizer Forscher errechnet.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 20. August 2026
Woche der kleinen Künste: Stadtbus-Linie 208 wird umgeleitet
Pressemitteilung der Stadtwerke Gütersloh.
- 3. September 2026
Giftmobil und Elektroschrottsammlung auf Herbsttour
22 Haltestellen werden an drei Freitagen und drei Samstagen angefahren.
Neueste Artikel
- 9. September 2026
Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.
- 9. September 2026
Tötungsdelikt in Supermarkt – Verdächtiger schwer verletzt
Nach einer tödlichen Attacke in einem Supermarkt sichert die Polizei den Tatort. Die Ermittlungen laufen, der mutmaßliche Täter ist schwer verletzt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 9. September 2026
Kinder bei Unwetter in Freiburg verletzt
Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, Stromausfall: Ein Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in der Stadt in Baden-Württemberg. Betroffen war auch Bayern.
- 9. September 2026
Tötungsdelikt in Supermarkt – Verdächtiger schwer verletzt
Nach einer tödlichen Attacke in einem Supermarkt sichert die Polizei den Tatort. Die Ermittlungen laufen, der mutmaßliche Täter ist schwer verletzt.






