1. Februar 2025 / Allgemeines

Sklavenartige Arbeit auf Luxusfinca auf Mallorca

Ein Mann muss auf Mallorca laut Polizei für wenig Geld 16 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche arbeiten. Nach 21 Monaten wird es ihm zu viel – er ergreift die Flucht.

Zur Herkunft des Opfers und der Beschuldigten machte die spanische Nationalpolizei keine Angaben. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 1. Februar 2025 um 16:17 Uhr von dpa

Die Polizei hat auf Mallorca ein Paar festgenommen, das einen illegalen Einwanderer unter sklavenähnlichen Bedingungen auf einer Luxusfinca gehalten haben soll. Die Bewohner des Anwesens, ein Mann und eine Frau, seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Ihnen werde Ausbeutung, Menschenhandel sowie Förderung der illegalen Einwanderung vorgeworfen, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden. Die Nationalitäten der verwickelten Menschen und der Tatort wurden nicht bekanntgegeben.

Das Paar soll den illegalen Migranten unter falschen Versprechungen auf die spanische Urlaubsinsel gebracht haben. Es habe ihm neben einem Arbeitsplatz auch eine Ausbildung, einen Führerschein sowie offizielle Papiere versprochen. Das Opfer habe «wertvolle Information» geliefert, ließ die Polizei wissen.

Der Mann musste den amtlichen Angaben zufolge für monatliche Zahlungen zwischen 200 und 700 Euro jeden Tag zwischen 7.00 und 23.00 Uhr arbeiten - ohne freie Tage. Er betätigte sich demnach im Anwesen unter anderem als Putzkraft, Gärtner und Butler. Nachts fungierte er außerdem gelegentlich als Wachmann. Als Unterkunft diente ihm ein völlig heruntergekommener Schuppen abseits des Haupthauses. Das Gelände durfte er nur mit Erlaubnis des Paares verlassen. Nach 21 Monaten habe das Opfer bei der Polizei Anzeige erstattet.


Bildnachweis: © Clara Margais/dpa
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