Das kontrovers diskutierte Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren wird auch Thema beim CDU-Bundesparteitag am 20. und 21. Februar in Stuttgart sein. Der CDU-Landesverband Schleswig-Holstein hat dazu einen Antrag gestellt, der ein «gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für offene Plattformen» fordert. Dies soll durch eine verpflichtende Altersüberprüfung begleitet werden. «Strenge Regelungen zur Altersbeschränkung bei der Nutzung von sozialen Medien können einen wirksamen Schutz für Kinder und Jugendliche vor den Auswirkungen von Hass und Hetze, vor psychischem Druck, Mobbing oder dem Einfluss schädlicher Inhalte im Netz bieten», heißt es in dem Antrag. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Zuerst hatte «Bild» darüber berichtet. Der Antrag kommt nicht überraschend. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich schon im Dezember für ein rasches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nach dem Vorbild Australiens stark gemacht. Zwar müsse man Kinder und Jugendliche mit neuen Medien zusammenbringen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Das muss professionell und begleitet geschehen, aber wir dürfen die Kinder in unserem Land nicht länger alleine lassen.» Rasche Konsequenzen dürfte der Antrag der Nord-CDU jedoch nicht haben. Die Antragskommission für den Bundesparteitag empfiehlt, ihn an die Bundesfachausschüsse für Digitales, für Familie und für Demokratieverständnis, an den Bundesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen und an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu überweisen. Dort wird er dann weiter beraten. Die Bundesregierung hat bereits eine Expertenkommission für «Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt» eingesetzt. Das Gremium aus Wissenschaftlern und Praktikern etwa aus Medizin und Jugendschutz nahm im vergangenen Herbst seine Arbeit auf. Es soll bis zum Sommer Empfehlungen erarbeiten.Regierungschef Günther für rasches Verbot
Kommission der Regierung will bis Sommer Vorschläge vorlegen
Bildnachweis: © Elisa Schu/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Social-Media-Verbot für Jugendliche Thema bei CDU-Parteitag
Sollen Kinder und Jugendliche vor sozialen Medien geschützt werden? Australien hat es vorgemacht. Immer mehr Länder wollen dem Beispiel folgen. Auch die CDU wird beim Bundesparteitag darüber beraten.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 14. September 2026
Michaeliswoche 2026: Das erwartet euch in Gütersloh
Vom 25. September bis 4. Oktober bietet die Michaeliswoche in Gütersloh Kirmes, Straßenkunst und ein Familienprogramm.
- 24. September 2026
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.
- 21. September 2026
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.
Neueste Artikel
- 8. Oktober 2026
Streift ein Puma durch Oberbayern? Was bisher bekannt ist
Spaziergänge vermeiden, Kinder nicht aus den Augen lassen: Nach einer möglichen Raubkatzen-Sichtung rufen Behörden nahe dem Münchner Flughafen zur Vorsicht auf. Was ist da unterwegs - und warum?
- 8. Oktober 2026
Viele Hinweise zu Mord an «Bierkönig»-Gründer auf Mallorca
Fast 30 Jahre nach dem Mord an Manfred Meisel kommt Bewegung in den Fall. Mehrere Zeugen meldeten sich, nachdem die Sendung «Aktenzeichen XY… International» die Tat aufgegriffen hat.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Oktober 2026
Streift ein Puma durch Oberbayern? Was bisher bekannt ist
Spaziergänge vermeiden, Kinder nicht aus den Augen lassen: Nach einer möglichen Raubkatzen-Sichtung rufen Behörden nahe dem Münchner Flughafen zur Vorsicht auf. Was ist da unterwegs - und warum?
- 8. Oktober 2026
Viele Hinweise zu Mord an «Bierkönig»-Gründer auf Mallorca
Fast 30 Jahre nach dem Mord an Manfred Meisel kommt Bewegung in den Fall. Mehrere Zeugen meldeten sich, nachdem die Sendung «Aktenzeichen XY… International» die Tat aufgegriffen hat.






