Die US-Behörde für Transportsicherheit hat nach dem Entgleisen eines mit Chemikalien beladenen Güterzugs im Bundesstaat Ohio und weiterer Unfälle eine Sonderuntersuchung beim Eisenbahnunternehmen Norfolk Southern angekündigt. Seit Dezember 2021 habe die Behörde NTSB fünf schwere Unfällen untersucht, an denen Norfolk Southern beteiligt gewesen sei, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. Die Behörde sei besorgt, dass mehrere organisatorische Faktoren eine Rolle bei den Unfällen gespielt haben könnten, einschließlich der Sicherheitskultur. Man werde daher die Sicherheitspraktiken des Unternehmens eingehend untersuchen. Gleichzeitig sollte das Unternehmen nicht warten, um die Sicherheit zu verbessern, teilte die NTSB mit. Am 3. Februar waren 38 Wagen eines Zugs mit 150 Waggons entgleist, einige davon fingen Feuer. Große Mengen mitunter hochgiftiger Chemikalien wie das krebserregende Vinylchlorid gerieten in die Umwelt. Tagelang brannten die Waggon-Wracks. Um eine Explosion zu verhindern, ließen die Behörden die Chemikalien kontrolliert auslaufen und fackelten sie ab. Eine riesige Rauchwolke stand über dem Ort. Die Häuser im Umkreis wurden vorübergehend evakuiert. Anwohnerinnen und Anwohner klagten nach dem Unfall neben dem penetranten Geruch auch über gesundheitliche Probleme - darunter Kopfschmerzen, gereizte Augen und Hautausschlag. Ursache für das Unglück ist ersten Erkenntnissen zufolge ein überhitztes Radlager eines der Waggons gewesen. Nach dem Unglück wurde Kritik am Krisenmanagement der Regierung von Präsident Joe Biden laut. Aber auch das Eisenbahnunternehmen Norfolk Southern stand in der Kritik. Erst am Dienstag (Ortszeit) kam ein Mitarbeiter des Unternehmens bei einem Unfall in der US-Großstadt Cleveland ums Leben. Am Montag hatte Norfolk Southern einen Sechs-Punkte-Plan für mehr Sicherheit veröffentlicht. Kritik an US-Regierung
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Sonderuntersuchung nach Entgleisen eines Chemikalien-Zugs
Nach dem schweren Unglück im Februar steht das Bahnunternehmen unter besonderer Beobachtung. Zuvor wurde bereits Kritik an Biden und seiner Regierung laut.
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