Nach dem verheerenden Zugunglück im Süden Spaniens hat eine offizielle Untersuchungskommission in einer ersten vorläufigen Einschätzung den Bruch einer Schiene als mögliche Ursache genannt. Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe der Ortschaft Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba waren Sonntagabend 45 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch eine Deutsche. Mehr als 120 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die letzten Wagen eines Iryo-Zuges waren entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein entgegenkommender Renfe-Zug kollidierte mit diesen Waggons und wurde bei einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde aus dem Gleis geschleudert. Die staatliche Untersuchungskommission für Eisenbahnunfälle Ciaf betonte in ihrem vorläufigen Bericht, es seien Kerben an den Laufflächen der Räder des Iryo-Zuges festgestellt worden. Diese Kerben und die beobachtete Verformung der Schienen deuteten darauf hin, dass eine Schiene bereits gebrochen gewesen sei, bevor der Iryo-Zug darüberfuhr und entgleiste, heißt es in dem vom Verkehrsministerium veröffentlichten Bericht. Ähnliche Kerben seien auch an den Rädern von drei anderen Zügen gefunden worden, die kurz zuvor diesen Streckenabschnitt passiert hätten. Schienenproben würden nun an ein metallografisches Labor geschickt, um die möglichen Ursachen für den Bruch zu ermitteln. Aber auch andere Hypothesen zur Unfallursache würden weiterhin nicht ausgeschlossen, betonte die Kommission.
Bildnachweis: © Uncredited/Guardia Civil via AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Spanien: Bruch einer Schiene möglicher Grund für Zugunglück
Kerben an Rädern des entgleisten Zuges deuteten auf diese Hypothese hin, heißt es in einem Bericht. Ähnliche Kerben seien auch bei anderen Zügen gefunden worden, die die Strecke zuvor befuhren.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 15. April 2026
Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...
- 15. April 2026
Neues Format erfolgreich gestartet: Erster Mittagsimpuls Ausbildung mit Praxiswissen zur Weiterbildung
Auftakt für eine neue Online-Reihe der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld: Beim ersten „Mittagsimpuls...
- 29. April 2026
Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.
Neueste Artikel
Verdächtige Bewegungen, Alarm aus der ersten Reihe und dann die Polizei: Wie das Abenteuer für ein Paar auf einem Flug zwischen Panama und Argentinien endete.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind vier deutsche Passagiere ausgeflogen worden. Sie sollen in Quarantäne kommen. Nun ist das Schiff auf dem Weg von Teneriffa in die Niederlande.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Verdächtige Bewegungen, Alarm aus der ersten Reihe und dann die Polizei: Wie das Abenteuer für ein Paar auf einem Flug zwischen Panama und Argentinien endete.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind vier deutsche Passagiere ausgeflogen worden. Sie sollen in Quarantäne kommen. Nun ist das Schiff auf dem Weg von Teneriffa in die Niederlande.






