24. August 2025 / Allgemeines

Spendenaktion für Familie des getöteten Polizisten gestartet

Nach den tödlichen Schüssen auf einen jungen Beamten bitten Polizeigewerkschaften um Spenden für die Ehefrau und die kleinen Kinder. Der Aufruf ist mit Worten der Bestürzung formuliert.

Nach der Tat wurden Blumen und Kerzen vor der Polizeiinspektion Völklingen abgelegt. (Archivbild)
von dpa

Nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten in Völklingen haben die Polizeigewerkschaften im Saarland eine Spendenkampagne für seine Familie gestartet. Der 34-Jährige hinterlasse «eine Frau und zwei kleine Kinder», teilten die Gewerkschaften BDK, DPolG und GdP auf der Online-Spendensammlung-Plattform GoFundMe mit. 

«Jede Spende, ob groß oder klein, hilft dabei, der Familie weiterhin eine sichere Zukunft zu ermöglichen», hieß es weiter. Die Spendenaktion für die Ehefrau sei erst nach ihrem Einverständnis gestartet worden. Der junge Polizist habe «die Hälfte seines viel zu kurzen Lebens der saarländischen Polizei gewidmet und damit die Bürgerinnen und Bürger beschützt». 

«Wir stehen unter Schock, uns fehlen die Worte.»

Die drei Polizeigewerkschaften ergänzten: «Lasst uns nun die Familie vor finanziellen Sorgen schützen, auch wenn Geld die Leere niemals ansatzweise ausfüllen können wird.» Die Polizeifamilie sei zutiefst bestürzt: «Wir stehen unter Schock, uns fehlen die Worte, wir sind wie paralysiert.»

Zuvor waren schon bei einer privat organisierten GoFundMe-Spendenaktion nach Angaben der Organisatoren bis Sonntag fast 200.000 Euro für die Ehefrau gesammelt worden. Auch die «Welt» berichtete über diese Kampagne. Sie wurde bei Beginn der gewerkschaftlichen Spendensammlung eingestellt. 

Der 34-jährige Polizist hatte am Donnerstag nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle mit zwei Kollegen einen flüchtenden Mann zu Fuß verfolgt. Als sie den Verdächtigen festnehmen wollten, hatte der 18-Jährige laut Polizeiangaben einem der Beamten die Dienstwaffe entreißen können und mehrfach geschossen. Der 34 Jahre alte Polizist starb wenig später in einer Klinik.


Bildnachweis: © Christian Schultz/dpa
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