7. Juli 2026 / Allgemeines

Spezialkräfte verhindern mutmaßliche Auftragsmorde

Durch das umgehende Eingreifen von Ermittlern können in Frankfurt bis zu drei Auftragsmorde verhindert werden. Fünf Männer werden festgenommen, Waffen und Munition sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen in dem Fall werden durch das Hessische Landeskriminalamt, die Staatsanwaltschaft Wiesbaden und das Zollfahndungsamt Frankfurt geführt. (Symbolbild)
von dpa

Spezialeinheiten haben in der Frankfurter Innenstadt mindestens einen mutmaßlichen Auftragsmord verhindert. Die Einsatzkräfte, zu denen auch Zollfahnder und Polizisten gehörten, nahmen am vergangenen Freitag fünf Männer «vor einer möglichen Tatausführung» fest, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt gemeinsam mitteilten. Zudem seien zwei scharfe Schusswaffen, 50 Schuss Munition, weitere tatrelevante Gegenstände sowie rund 300 Gramm Haschisch sichergestellt worden.

Unter den festgenommenen Männern im Alter von 18 bis 19 Jahren habe sich der mutmaßliche Schütze der geplanten Auftragsmorde befunden. Zwei der Festgenommenen hätten eine deutsche Staatsangehörigkeit, die anderen drei stammten aus Polen, Bulgarien und Kroatien, sagte eine Sprecherin des Zollfahndungsamts Frankfurt. Zu den genauen Hintergründen konnte sie keine Angaben machen.

Videobrille sollte Tat aufzeichnen

Aber wie geriet die Gruppe ins Visier der Fahnder von Zoll und Polizei? Die Ermittler hätten am Freitag durch «kriminaltaktische Maßnahmen» erfahren, dass die Gruppe noch am selben Tag plante, bis zu drei Personen durch einen beauftragten Schützen erschießen lassen zu wollen, sagte die Sprecherin.

«Die Tat sollte von dem Auftragsschützen zudem mittels einer Videobrille aufgezeichnet werden», hieß es laut Mitteilung. Nur durch das umgehende Eingreifen der Fahnder konnten demnach unmittelbar bevorstehende Auftragsmorde verhindert werden.

Laut den Angaben wurden die Männer dann am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Alle fünf sitzen nun in Untersuchungshaft.


Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Allgemeines

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
Allgemeines

In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.

weiterlesen...
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Allgemeines

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Plötzlich wird es still am Trümmerberg in Cali
Allgemeines

In Kolumbiens Stadt Cali halten Menschen an einem eingestürzten Gebäude den Atem an. An den Trümmern helfen Freiwillige, beten Angehörige – und plötzlich gibt es Grund zur Hoffnung.

weiterlesen...
Nach Sonnenfinsternis: Patienten beklagen Augenschmerzen
Allgemeines

Schwindel, Brennen und Flecken: Nach der Sonnenfinsternis suchen einige Menschen mit Beschwerden die Augenkliniken auf. Was die Ärzte dazu sagen und was passiert, wenn Warnungen ignoriert werden.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner