22. November 2022 / Allgemeines

Starkes Erdbeben erschüttert Salomonen

Nur einen Tag nach dem zerstörerischen Erdbeben in Indonesien erschüttern heftige Erdstöße die Salomonen. Es herrscht Panik: Kurzzeitig wird ein Tsunami in der Südsee wird befürchtet.

Blick über Honiara - die Salomonen im Südpazifik sind von einem massiven Erdbeben erschüttert worden.
von dpa

Die Salomonen im Südpazifik sind von einem massiven Erdbeben erschüttert worden. Die US-Erdbebenwarte (USGS) bezifferte die Stärke am Dienstag auf 7,0. Das Beben ereignete sich demnach am Mittag (Ortszeit) in der Nähe der Ortschaft Malango in der Provinz Guadalcanal in einer Tiefe von etwa 15 Kilometern. Das Tsunami-Warnsystem in den USA und andere Behörden hatten zunächst vor einem Tsunami gewarnt. Jedoch gab es nach wenigen Stunden Entwarnung. Erst am Montag hatte ein Erdbeben in Indonesien viele Tote gefordert.

Berichte über Tote oder Verletzte sowie größere Zerstörungen auf den Salomonen wurden zunächst nicht bekannt, jedoch soll es lokalen Medien zufolge Schäden an Gebäuden geben. Viele Menschen versuchten in Panik, von den Küsten weg in höher gelegene Gebiete zu gelangen. Malango liegt weniger als 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Honiara. Auf der Inselgruppe mit 700.000 Einwohnern stehen überwiegend flache Häuser, was bei Erdbeben günstig ist.

Die Behörden rieten der Bevölkerung, auch nach der Entwarnung weiter vorsichtig zu sein, da Nachbeben zu erwarten seien, wie die Zeitung «Solomon Times» berichtete. In Honiara wurde zeitweise der Strom abgestellt, um eventuelle Schäden an den Leitungen zu prüfen.

Die Salomonen in der Südsee bestehen aus Hunderten von Inseln und liegen östlich von Neuguinea. Umliegende Inselstaaten sind etwa Tuvalu, Fidschi und Vanuatu.

Erst am Montag waren bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Java mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden. Sowohl die Salomonen als auch Indonesien liegen auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.


Bildnachweis: © Charley Piringi/AP/dpa
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