9. Februar 2020 / Allgemeines

Teilhabe ist ein Leitbegriff

2. Zukunftswerkstatt: weiterer Schritt auf dem Weg zur Digitalen Agenda

Die digitale Zukunft der Stadt gemeinsam gestalten: Dieser Leitsatz steht über allen Aktivitäten, über den Workshops und Veranstaltungen, die seit dem Auftakt im November 2018 in Gütersloh stattgefunden haben. Kern der Entwicklung von Ideen und Projekten für das Digitale Gütersloh sind die fünf Denklabore zu den Themenbereichen „Vernetzte Mobilität“, „Nachhaltige Lebenswelten“, „Zukunft der Arbeit“Neue digitale Öffentlichkeit" und „Kultur und Bildung in der digitalen Welt“.

Eine besondere Perspektive nehmen zudem die „Morgenmacher“ als junge Stimmen („U30“) ein. In der zweiten Zukunftswerkstatt schärften jetzt die Stadtexperten und –expertinnen aus den Denklaboren Projektvorschläge im direkten Austausch miteinander, loteten Synergien und mögliche Vernetzungsmöglichkeiten der Themen aus. Das gemeinsame Ziel ist die Erarbeitung einer Digitalen Agenda, deren Entwurf im Sommer in die Öffentlichkeitsbeteiligung gehen und im Herbst 2020 vom Rat verabschiedet werden soll.
 
Auch die zweite Zukunftswerkstatt war – wie alle Veranstaltungen des Digitalen Aufbruchs Gütersloh – öffentlich. Rund 130 Teilnehmende kamen im Foyer der Stadthalle zusammen, um an den Projekten, die sich im vergangenen Jahr herauskristallisiert haben, weiter zu arbeiten. Impulse gab es dazu auch von zwei Referenten, die beide darauf hinwiesen, dass der Digitale Aufbruch Gütersloh in der Szene aufmerksam beobachtet werde. Prof. Jochen Rabe vom Einstein Center Digital Future Berlin stellte mit dem Projekt „BBBlockchain“ eine Beteiligungsplattform auf Basis der Blockchain-Technologie vor.  Dr. Beate Ginzel, Leiterin des Referats Digitale Stadt Leipzig, machte deutlich, dass Digitalisierung als integraler Teil der Stadtentwicklung verstanden werden muss. Eine Botschaft, die auch Bürgermeister Henning Schulz wichtig ist: „Bei all unseren Entscheidungen müssen wir die Stadt als Ganzes denken.“ Digitalisierung sei kein Selbstzweck. Der Leitsatz „Wir machen uns das Leben leichter“, mit dem Gütersloh in den Beteiligungsprozess eingestiegen ist, sei Prüfstein und Anspruch mit dem Ziel, die „Stadt als Ganzes“ im Blickfeld zu haben. Schulz verwies auch einmal mehr auf den ambitionierten Zeitplan und die Möglichkeiten der Förderung durch den Bund: „Kern der Digitalen Agenda sind die Projekte, die aus diesem Beteiligungsprozess entwickelt werden.“
 
Die Projekte nehmen weiter Gestalt an, wobei „Teilhabe“ der Begriff ist, der sich als roter Faden durch alle Vorschläge zieht: Im Denklabor „Neue digitale Öffentlichkeit“ ist das z.B. das Projekt „GeT Info“, das personalisierte Ratsinformationssystem.  Anhand von Verschlagwortung, Georeferenzen und Abonnements bekommt jeder Bürger passgenau die städtischen Informationen, die ihn direkt betreffen oder interessieren. Unmittelbare Nähe prägt auch die Projektvorschläge aus den Bereichen Kultur-Bildung und Zukunft der Arbeit: Das „NETZ.WERK GT beispielsweise will einen „Lern-, Denk-, Experimentier- und Vernetzungsort schaffen, in dem digitale wie analoge Strategien sich ergänzen und in dem Lernen und Bildung ebenso einen Anker finden wie das „Ausprobieren“ und der Austausch. Im Sinne der Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und der nachhaltigen Ressourcenschonung steht beim Denklabor„Nachhaltige Lebenswelten“ der Einsatz von Sensorik ganz oben auf der Agenda.
In den nächsten Denklabor-Terminen werden diese und die anderen Projektvorschläge mit Blick auf die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt weiter ausdifferenziert und dort, wo sich Synergien ergeben, miteinander in Beziehung gesetzt. Die Denklabore tagen weiterhin öffentlich und werden durch das „digitale Grundrauschen“ flankiert, eine Veranstaltungsreihe, die verschiedene Zielgruppen der Stadtgesellschaft in den Fokus rückt:

Nächste Veranstaltung: Dienstag, 10. März, 16 bis 17.30 Uhr,
„Von Medikamenten zu Digital Health und Apotheke 4.0“
Ort: Digitaler Werkraum in der Stadtbibliothek

Alle Termine und weitere Informationen unter: www.digitaler-aufbruch-guetersloh.de

Bild:
Auch in Leipzig und Berlin wird der „Digitale Aufbruch Gütersloh“ aufmerksam verfolgt: Bürgermeister Henning Schulz und Digital-Referentin Maximiliane Plöger mit den Impulsgebern der 2. Zukunftswerkstatt, Dr. Beate Ginzel und Prof. Jochen Rabe (v.l.)

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Osterfeuer nur mit Tradition
Stadt Gütersloh

Umschichten vor dem Entzünden ist Pflicht.

weiterlesen...
Rheda-Wiedenbrück: B61 – Restarbeiten ab 13. April, Tempo 50 und Einspurbetrieb bis Freitag
Baustellen und Sperrungen

Straßen.NRW führt ab Montag letzte Bankett- und Markierungsarbeiten auf der B61 durch

weiterlesen...
Streik: Stadtbusse bleiben drei Tage stehen
Stadt Gütersloh

Von Donnerstag, 19. März, bis Sonntag, 22. März, um 4 Uhr.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Harry und Meghan teilen Umarmungen in Kinderklinik aus
Allgemeines

Die beiden abtrünnigen Royals waren zuletzt 2018 im Namen der Krone in Australien. Nun reisen sie auf eigene Faust. Doch der royale Zauber verfängt trotzdem.

weiterlesen...
Bürgermeister stundenweise wieder im Rathaus
Stadt Gütersloh

Matthias Trepper dankt allen für die große Anteilnahme.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Harry und Meghan teilen Umarmungen in Kinderklinik aus
Allgemeines

Die beiden abtrünnigen Royals waren zuletzt 2018 im Namen der Krone in Australien. Nun reisen sie auf eigene Faust. Doch der royale Zauber verfängt trotzdem.

weiterlesen...
Justiz in Potsdam übernimmt Verfahren nach Fernandes-Anzeige
Allgemeines

Collien Fernandes erhebt Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner, bei denen es um sexualisierte Gewalt geht. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden nun an ihrem früheren Wohnort weitergeführt.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner