28. November 2025 / Allgemeines

Tiere vom All aus im Blick – Projekt «Icarus» startet neu

Das Forschungsprojekt «Icarus» nimmt nach drei Jahren Pause wieder Fahrt auf. Mit neuen Satelliten sollen Tiere weltweit fast in Echtzeit aus dem All beobachtet werden.

Sechs Minisatelliten sollen ins All geflogen werden. (Archivbild)
von dpa

Tiere aus dem All verfolgen – das soll bald wieder möglich sein: Nach dreijähriger Pause ist das Forschungsprojekt «Icarus» ins All gestartet. Eine SpaceX-Rakete brachte einen Satelliten mit einem Mini-Empfänger am Freitag in den Orbit, wie das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz mitteilte. Weitere sollen in den kommenden Jahren folgen.

Der Empfänger liest aus 500 Kilometern Höhe Signale von winzigen Sendern aus, die etwa auf Zugvögeln, Fledermäusen oder Meeresschildkröten sitzen. Die Daten zeigen, wo sich die Tiere aufhalten und wohin sie sich bewegen. Erstmals solle das System weltweit nahezu in Echtzeit funktionieren, erklärte Initiator Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie.

Projekt wurde 2022 ausgebremst 

«Icarus» (International Cooperation for Animal Research Using Space) war 2020 auf der Raumstation ISS gestartet. Bis 2022 hatte eine Antenne am russischen Modul Daten gesammelt und an Forschende übermittelt. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurde die Zusammenarbeit der deutschen und russischen Raumfahrtbehörden jedoch eingestellt – seither blieben die Datenströme aus.

Die neuen Mini-Empfänger werden in Kooperation mit einer Forschungsmission der Universität der Bundeswehr München ins All befördert. Bis Mitte 2027 sollen es sechs Satelliten sein, wodurch ein Netzwerk für eine umfassende und zuverlässige Datenerfassung entstehen soll. 

«Icarus» 2.0 soll deutlich effizienter sein 

Die Geschwindigkeit, mit der auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden könne, erhöhe sich deutlich, sagte Wikelski, der auch Professor an der Universität Konstanz ist. Mit den neuen Satelliten wird laut Max-Planck-Institut zudem ein Empfang aus bisher nicht abgedeckten Regionen wie Arktis und Antarktis möglich. Außerdem seien die neuen Empfänger leistungsfähiger als die auf der ISS. Nach einer dreimonatigen Testphase soll die Tierbeobachtung wieder starten.


Bildnachweis: © NASA/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Erneute Auszeichnung für drei starke Innungsbetriebe
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Drei Betriebe aus dem Bereich des Lebensmittelhandwerks dürfen sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Die...

weiterlesen...
Neues Format erfolgreich gestartet: Erster Mittagsimpuls Ausbildung mit Praxiswissen zur Weiterbildung
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Auftakt für eine neue Online-Reihe der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld: Beim ersten „Mittagsimpuls...

weiterlesen...
Happe Gruppe eröffnet neue Fliesenfactory in Gütersloh
Lokalnachrichten aus Gütersloh

Neue Ausstellung ab 30.04. in Gütersloh: Fliesenfactory der Happe Gruppe mit rund 300 qm Fläche, Aktionen und Eröffnung ab 10 Uhr.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Hantavirus: Vier Schiffspassagiere nach Deutschland gebracht
Allgemeines

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind vier deutsche Passagiere ausgeflogen worden. Sie sollen in Quarantäne kommen. Nun ist das Schiff auf dem Weg von Teneriffa in die Niederlande.

weiterlesen...
Vier Deutsche bei Flugzeugabsturz in Namibia getötet
Allgemeines

Eine kleine Gruppe deutscher Touristen wollte Namibias berühmte rote Sanddünen besuchen. Die Reise endete für sie tödlich.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Hantavirus: Vier Schiffspassagiere nach Deutschland gebracht
Allgemeines

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der «Hondius» sind vier deutsche Passagiere ausgeflogen worden. Sie sollen in Quarantäne kommen. Nun ist das Schiff auf dem Weg von Teneriffa in die Niederlande.

weiterlesen...
Vier Deutsche bei Flugzeugabsturz in Namibia getötet
Allgemeines

Eine kleine Gruppe deutscher Touristen wollte Namibias berühmte rote Sanddünen besuchen. Die Reise endete für sie tödlich.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner