Nach dem tödlichen Rope-Jumping-Unfall einer jungen Frau in Brasilien gibt das Verschwinden ihrer Kamera Rätsel auf. Das Team habe keine Erklärung dafür, weshalb das Gerät danach nicht mehr auffindbar gewesen sei, sagte einer der drei festgenommenen Instruktoren laut veröffentlichten Vernehmungsaufnahmen, über die das Nachrichtenportal «G1» berichtete. Die Beschuldigten erklärten demnach auch, sie könnten nicht nachvollziehen, wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte. Die 21-Jährige war am Samstag von der stillgelegten Ponte do Esqueleto zwischen den Städten Limeira und Cordeirópolis im Bundesstaat São Paulo rund 40 Meter in die Tiefe gestürzt, nachdem die Organisatoren sie ohne verbundenes Sicherungsseil von der Absprungplattform gestoßen hatten. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie drei Mitarbeiter die Frau zum Rand der Brücke tragen und sie hinabwerfen. Das Sicherungsseil blieb dabei unbefestigt auf der Plattform liegen. Zwei der Beschuldigten räumten bei ihren Vernehmungen laut «G1» ein, für die Vorbereitung der Seile verantwortlich gewesen zu sein, konnten die Aufgabenverteilung innerhalb des Teams jedoch nicht näher erläutern. Nach Angaben von Zeugen hatte die 21-Jährige während des Sprungs eine Kamera bei sich getragen. Ein Augenzeuge berichtete nun, er habe nach dem Aufprall beobachtet, wie ein Mitarbeiter des Veranstalterteams die Kamera vom Körper der Verunglückten entfernt habe. «Die erste Szene, an die ich mich erinnere, als ich das Mädchen am Boden sah, war ein Mitarbeiter, der die GoPro-Kamera vom Halsriemen des bereits am Boden liegenden Körpers abnahm, besorgt um die Ausrüstung oder um Beweise zu verbergen», zitierte «G1» Rafael Goulart. Der Anwalt der Beschuldigten kündigte einen Antrag auf Freilassung seiner Mandanten an. Diese hätten weder die Absicht gehabt, den Tod der Frau herbeizuführen, noch das Risiko eines tödlichen Ausgangs bewusst in Kauf genommen, erklärte er. Rope Jumping ist ein Extremsport, bei dem Teilnehmer mit statischen Seilen in die Tiefe springen. Anders als beim Bungee Jumping wird der Sturz durch eine Pendelbewegung abgefangen. Die Sportart ist in Brasilien nicht speziell reguliert. Nach dem Unglück wird über einen Abriss der stillgelegten Brücke diskutiert.Augenzeuge schildert Ereignis
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Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.
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