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Typisch Gütersloh? – Typisch international!

Typisch Gütersloh? – Typisch international!

Sich inspirieren lassen von neuen Rezepten und Menschen aus Gütersloh kennenlernen: In dem neuen Lese-Kochbuch, das die Gleichstellungsstelle der Stadt Gütersloh jetzt herausgegeben hat, kann man zum Beispiel entdecken, wie man „Humse u Garhone“, einen Kirchererbseneintopf, zubereitet. Man kann aber auch Naila Bulun und Elisabet Gündüz vom Assyrischen Mesopotamien Verein Gütersloh e.V. kennenlernen. Die beiden  Frauen waren die Ersten, die vor zehn Jahren bei dem internationalen Kochclub mitgemacht haben.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des internationalen Kochclubs („In andere Töpfe schauen“), hat die Gleichstellungsstelle der Stadt Gütersloh jetzt Rezepte und Lebensgeschichten von Frauen aus den unterschiedlichsten Nationen zusammengetragen.

„Wir verbinden Menschen verschiedener Kulturen durch gemeinsames Tun beim Kochen oder Backen. Für den Genuss braucht es nicht viele Worte, lediglich die Neugier, immer etwas anderes auszuprobieren“, sagt  Gleichstellungsbeauftragte Inge Trame.  In der Küche der Volkshochschule Gütersloh könnten die Frauen in entspannter Atmosphäre Gerichte zubereiten und gemeinsam essen. Gemeinsames Essen symbolisiere Gemeinschaft. Die Tischgespräche beim Essen seien für die Frauen sehr wertvoll und zwischenzeitlich hätten sich freundschaftliche Kontakte entwickelt, so Trame.

Das Lese-Kochbuch „Arme Ritter und Zaziki  – Gemeinsam kochen in Gütersloh“ stellt auch die Arbeit der Kulturvereine, das Leben der Mitglieder und ihre Treffpunkte als Orte der Begegnung in Gütersloh vor. Auf je einer Doppelseite werden 15 Kulturvereine mit wichtigen Informationen zum Verein und mit einem traditionellen Gericht zum Nachkochen ins Blickfeld gerückt. Insgesamt gibt es fast 50 ausländische Kulturvereine sowie vier Kirchen- und drei Moscheegemeinden in Gütersloh. Die Rezepte in diesem Buch sind von Frauen, die aus verschiedensten Ländern der Erde kommen und aus unterschiedlichen Gründen nach Gütersloh zugezogen sind. „Mit ihren Familienrezepten lassen sie uns an ihrer Tradition und ihrer Kultur teilhaben“, so Trame.

Im Mittelpunkt stehen die Frauen mit ihren Erlebnissen, ihren Geschichten und ihrer Lust, sich auszutauschen. Fünf Portraits zeigen ganz persönliche Erfahrungen mit dem Ankommen und Leben in Gütersloh auf. Das sind zum Beispiel Naila Bulun und Elisabet Gündüz (Assyrischer Mesopotamien Verein Gütersloh e.V.) sowie Irina Scheit (Wasilissa e.V.) 

Gütersloh wird immer bunter. Zurzeit leben 122 verschiedene Nationalitäten (ca. 14.400 ausländische Einwohnerinnen und Einwohner) in unserer Stadt und es werden viele Sprachen gesprochen. Diese Menschen unterschiedlicher Kulturen bringt der internationale Kochclub  und jetzt auch das Lese-Kochbuch zusammen.

„Integration und Teilhabe von Migrantinnen und Migranten über den Dialog sind ein wichtiges Ziel für die Stadt Gütersloh, das auch aus unserem Integrationskonzept „Gemeinsam leben in Gütersloh“ hervorgeht. Gegenseitiges Aufeinander zugehen und Miteinanderkommunizieren sind die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Integrationsarbeit. Dies soll in dem Lese-Kochbuch sichtbar und erlebbar sein - gemeinsam kochen, gemeinsam leben“, sagt  Frank Mertens Integrationsbeauftragter

Das Lese-Kochbuch wurde mit Unterstützung der Firma Miele hergestellt. Es hat einen Umfang von 54 Seiten und ist als Ringbuch in DIN A5 für 4,80 Euro über Gütersloh Marketing und bei „Gütersloh International – Gemeinsam leben in Gütersloh“ am Samstag, 15. September,  beim Stand der Stadt Gütersloh. zu haben. Geplant ist die Fortführung mit eigener Internetseite auf der Website der Stadt Gütersloh.

Nächster Termin Internationaler Kochclub:
Mittwoch, 31.10.2018, mit Frauen aus der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Gütersloh e.V., Anmeldungen über die VHS Gütersloh.

Bild: Die Gleichstellungsbeauftragte Inge Trame, Naila Bulun und Elisabet Gündüz (Assyrischer Mesopotamien-Verein), Irina Scheit (Verein Wasilissa) und der Integrationsbeauftragte Frank Mertens stellten jetzt ein Lese-Kochbuch vor, das die Integration unterstützt.

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