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Und bitte!

Pressemitteilung Kreis Gütersloh
Am Freitagmorgen stand für drei Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr Gütersloh ein ganz besonderer Einsatz an. Anna Krabus, Pascal Rahmer und Peter Sachse wurden zu Darstellern in einem Video-Clip des Gütersloher Unternehmens Niemöller und Abel. Umringt von Kameras und unter dem filmenden Auge einer Drohne kümmerten die drei sich um einen – an diesem Tag glücklicherweise nur gestellten – Unfall.

Der Video-Clip soll den Alltag der Rettungskräfte darstellen, dafür hatte die Gütersloher Firma für Schutz- und Einsatzbekleidung bei der Feuerwehr um „Darsteller“ angefragt, die das überzeugend „rüberbringen“. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Kleidung der Einsatzkräfte. Auch in ihrem Arbeitsalltag tragen die drei Darsteller Bekleidung der Gütersloher Spezialfirma. Die neuen Jacken, in denen sie im Film zur fiktiven Unfallstelle anrücken, haben sie aber noch nicht im Repertoire. Krabus, Rahmer und Sachse haben für den Dreh nicht nur einige Stunden Zeit mitgebracht – während der Dreharbeiten waren die drei nicht im Dienst – sondern auch gleich ihre eigenen Requisiten. In einem Rettungswagen vollgepackt mit der Ausrüstung für den Einsatz und einem Notarztfahrzeug kamen die drei zum Unternehmen an der Nikolaus-Otto-Straße. Nach kurzer Absprache zwischen Firmenchef Claas-Gerrit Niemöller, seinem Sohn Gerrit Friedrich Niemöller, Regisseur und Kameramann Raphael Flacke und den drei Hauptdarstellern des Tages hieß es dann: Und bitte!

Immer wieder fuhren die Rettungskräfte in ihren Fahrzeugen die Straße vor dem Firmensitz entlang in Richtung des fiktiven Unfallorts, wo die achtjährige Statistin Zoe auf ihrem Fahrrad von einem Auto angefahren wurde – eine Szene mit zahlreichen Wiederholungen aus den unterschiedlichsten Kameraperspektiven. Denn obwohl der Video-Clip, der später auf den sozialen-Netzwerkkanälen von Niemöller und Abel zu finden sein wird, nur rund zwei Minuten dauern soll, braucht es reichlich Rohmaterial. „Für zwei Minuten Film produzieren wir mehrere Stunden Material “, erklärt Regisseur Flacke. Anschließend muss alles gesichtet und ansprechend zusammengeschnitten werden. Auch Kamerafahrten wie in Hollywood-Blockbustern hat Flacke drauf. Nur dass die Kamera nicht auf Schienen installiert ist, sondern Hobby-Skater Flacke mit geübten Bewegungen vor dem Rettungswagen mit dem Skateboard voraus rollt, während er mit Blick auf das Display der Kamera immer ein Auge für den Film wahrt. Während Flacke mit seiner Kamera die Szenen auf Augenhöhe begleitet, schwirrt eine Drohne einige Meter über dem Geschehen und bietet eine totale Perspektive.

Auch ohne große schauspielerische Erfahrungen meistern die Hauptdarsteller ihre Rollen. Krabus und Sachse spielen die Einsatzkräfte, die zuerst am Einsatzort ankommen, Rahmer spielt den nachrückenden Notarzt. Dabei kommt die vertraute Umgebung den Darstellern zu Gute. Und auch wenn an diesem Tag „Rettungsdienst“ statt „Feuerwehr“ auf den Jacken von Niemöller und Abel zu lesen ist, sind die drei für solche Einsätze - egal ob fiktiv oder real - bestens ausgerüstet und lassen sich auch von den Kameras nicht einschüchtern. Nachdem alle Szenen des Unfalls im Kasten sind, stehen noch Detailaufnahmen an. Auch hier stehen die Jacken und Hosen der Einsatzkräfte im Fokus. Dann ist abgedreht, für die drei Hauptdarsteller ist der kleine Ausflug vor die Kamera zunächst vorbei. Für Flacke und sein Team steht ein Großteil der Arbeit noch an, bevor man demnächst den fertigen Film demnächst auf den Social-Media-Kanälen von Niemöller und Abel sehen kann.

BU: Kamerafahrten (fast) wie in Hollywood: Raphael Flacke fängt die Rettungskräfte der Stadt Gütersloh rollend ein.

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