Die Flammen lodern lichterloh, dunkle Rauchschwaden steigen in die Luft. Am Ende bleiben ein völlig ausgebrannter Tanklastwagen und das Gerippe einer Stadtbahn. Drei Menschen sind beim Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge an einem unbeschrankten Bahnübergang nördlich von Karlsruhe gestorben. «Die Identifizierung der insgesamt drei Verstorbenen dauert aufgrund der Schwere der Verletzungen nach wie vor an», teilte ein Polizeisprecher am Abend mit. Offen war, ob die Stadtbahnfahrerin unter den tödlich Verunglückten war. Früher am Tag hatte die Polizei bekanntgegeben, dass mehrere Menschen verletzt wurden, unter ihnen der Fahrer des mit Heizöl beladenen Lastwagens. Zwei Menschen, die sich nach Polizeiangaben mutmaßlich in der Bahn befunden haben, galten zu jenem Zeitpunkt als vermisst. Ein Rettungshubschrauber flog den Fahrer des Tankwagens in eine Klinik, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der 49-Jährige hatte ersten Erkenntnissen zufolge schwere Verletzungen erlitten. Der Tanklastwagen war mit Heizöl beladen. «Nach derzeitigem Kenntnisstand befanden sich zum Zeitpunkt der Kollision mindestens zehn Fahrgäste in der Bahn», teilte die Polizei mit. «Diese verletzten sich wohl allesamt leicht und wurden vor Ort medizinisch versorgt.» Zuvor war von sieben Menschen in der Bahn die Rede gewesen. Die Gemeinde Ubstadt-Weiher, in der der Unfall passierte, liegt zwischen Karlsruhe und Heidelberg. Hier leben rund 13.400 Menschen. Nach ersten Erkenntnissen waren die Fahrzeuge am frühen Nachmittag gegen 14.15 Uhr auf der Landesstraße 552 kurz vor der Ortseinfahrt Zeutern zusammengestoßen. Die Stadtbahn habe den Laster mehrere Meter auf den Schienen vor sich hergeschoben, teilte die Feuerwehr am Abend mit. Sowohl der Tanklastwagen als auch die Stadtbahn gerieten in Brand. Gegen 15.40 Uhr habe die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle gehabt, sagte die Polizeisprecherin. Der genaue Unfallhergang war zunächst unklar. Es müsse zum Beispiel geklärt werden, ob Signale fehlerhaft waren oder übersehen wurden. Nach etwa anderthalb Stunden gab die App Katwarn Entwarnung im Fall der freigesetzten Rauchwolke. Diese Gefahr bestehe nicht mehr. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren den Angaben nach mit vielen Kräften im Einsatz. Allein mehr als 60 Feuerwehrleute eilten nach Ubstadt-Weiher, wie ein Sprecher sagte. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste zwischenzeitlich in der Luft. Er sollte den Beamten einen Überblick über die Lage ermöglichen, erklärte die Sprecherin. «Die L552 ist derzeit zum Zwecke der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten in beide Fahrtrichtungen gesperrt», teilte die Polizei mit. Beide Fahrzeuge sind erkennbar ausgebrannt. Das Polizeipräsidium richtete eine Telefonhotline für Angehörige ein, wie die Feuerwehr am späteren Abend informierte. Bei der Bahn handelt es sich um eine Stadtbahn der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG). Diese Bahnen sind auch im Umland außerhalb von Städten unterwegs. Die Polizei hatte zunächst von einer Straßenbahn gesprochen. Laut einem AVG-Sprecher bleibt die Bahnstrecke der Linien S31 und S32 die nächsten Tage zwischen Zeutern und Odenheim gesperrt. Dieser Streckenabschnitt sei ein eingleisiger Bereich. Ein Schienenersatzverkehr sei eingerichtet.Lkw-Fahrer in Krankenhaus
Signale fehlerhaft?
Entwarnung wegen Rauchwolke
Schadensbild unklar
Stadtbahnstrecke gesperrt
Bildnachweis: © Rene Priebe/dpa
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Inferno an Bahnübergang: Drei Tote bei Unfall mit Tanklaster
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