Nach dem Ausbruch aus einem Gefängnis in der US-Großstadt New Orleans sind sieben Männer weiter auf der Flucht. Drei wurden Medienberichten zufolge inzwischen gefasst. Man gehe davon aus, dass sie bewaffnet und gefährlich seien, teilten die Behörden mit. Die Geflohenen waren laut Behörden unter anderem wegen schwerer Gewalttaten angeklagt und wurden teils auch schon verurteilt. Nach Angaben der Verantwortlichen läuft eine großangelegte Suchaktion unter Beteiligung lokaler, bundesstaatlicher und bundesweiter Strafverfolgungsbehörden. Die Haftanstalt im US-Südstaat Louisiana wurde vollständig abgeriegelt. Die Bevölkerung ist aufgerufen, wachsam zu bleiben und sich verdächtigen Personen nicht zu nähern. Einige Menschen, die möglicherweise gefährdet sein könnten, seien umgehend gewarnt und in Sicherheit gebracht worden, hieß es. «Während einer routinemäßigen Zählung am Morgen wurde festgestellt, dass mehrere Insassen fehlten», teilte eine Behördenvertreterin mit. Später schilderten Behörden, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte und veröffentlichten entsprechendes Bild- und Videomaterial. Demnach nutzten die Männer eine Schwachstelle bei Schiebetüren, die sich aus der Führung heben ließen. In einer Zelle rissen sie eine Toilette aus der Wand und krochen durch ein enges Loch dahinter hindurch. Laut Behörden wäre dieser Schritt von innen allein nicht möglich gewesen. Es werde geprüft, ob ihnen von Beamten geholfen wurde. Schließlich gelangten die Männer durch einen Versorgungsschacht zu einer Tür, die ins Freie führte, und kletterten dann über die Gefängnismauer. Dahinter verlief ein direkter Weg zu Bahngleisen und einer Autobahn. Ein Behördenvertreter merkte an, dass das Gefängnis nur über geringe Sicherheitsvorkehrungen verfüge – obwohl dort zahlreiche Gefangene mit hohem Sicherheitsrisiko untergebracht seien. Seine Kollegin erklärte, der Vorfall mache deutlich, wie dringend Reparaturen und Modernisierungen der Einrichtung notwendig seien. Das Personal sei außerdem stark überlastet.Bevölkerung soll sich den Ausbrechern nicht nähern
Flucht führte durch Loch in der Wand
Bildnachweis: © Brett Duke/The Advocate/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
US-Behörden suchen Geflohene nach Gefängnisausbruch
Großfahndung in den USA: Ein Gefängnisausbruch versetzt New Orleans in Alarmbereitschaft. Mehrere Geflohene sind weiterhin auf freiem Fuß. Wie konnten sie entkommen?
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 29. Juni 2026
„Ich genieße jeden Tag“
Dienstjubilare der Stadt Gütersloh werden im Flussbetthotel geehrt.
Mehr als 40 Stände, ein internationales Bühnenprogramm und neue Angebote für Kinder machen das Fest erneut zum...
Bald gehen 58.800 Menschen im Kreis in Rente. Doch in den meisten Wohnungen lässt sich kaum alt werden, zeigt eine neue Studie.
Neueste Artikel
- 11. Juli 2026
Feuerinferno in Spanien: Flammen breiten sich weiter aus
Der Kampf gegen die Flammen geht in Andalusien weiter. Rund 500 Einsatzkräfte sind im Einsatz. Probleme bereitet die Identifizierung der Todesopfer.
Nach einem Feuer an der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln taucht ein Bekennerschreiben auf. Nun wird Sabotage vermutet. Die Strecke ist weiterhin gesperrt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Juli 2026
Feuerinferno in Spanien: Flammen breiten sich weiter aus
Der Kampf gegen die Flammen geht in Andalusien weiter. Rund 500 Einsatzkräfte sind im Einsatz. Probleme bereitet die Identifizierung der Todesopfer.
Nach einem Feuer an der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln taucht ein Bekennerschreiben auf. Nun wird Sabotage vermutet. Die Strecke ist weiterhin gesperrt.






