In Bulgarien haben mehrtägige Brände neben Wald- und Agrarflächen auch Dutzende Häuser vernichtet. Allein in dem südöstlichen Dorf Woden brannten bei extremer Hitze, Trockenheit und starkem Wind 35 Häuser aus, wie bulgarische Medien berichteten. Die Menschen verloren in den Flammen auch ihr Vieh. Etwa 500 Dorfbewohner sowie 19 Menschen aus einem Altenheim wurden in Sicherheit gebracht. Bei einem anderen Brand nahe Harmanli, ebenso im Südosten Bulgariens, vernichtete das Feuer einem Augenzeugen zufolge eine Farm mit Schafen. Die Einwohner von Woden beklagen, dass sie keine Vorwarnung auf dem Handy erhielten. Das Frühwarnsystem BG Alert konnte laut den Behörden nicht aktiviert werden, da der Strom wegen des Brands abgeschaltet wurde und es daher keinen Handyempfang gab. Die Wald- und Flächenbrände bei Temperaturen um 40 Grad wurden in dem Balkanland zum Politikum. Dem Regierungschef Dimitar Glawtschew und dem Innenminister Kalin Stojanow wurde Scheitern bei der Bewältigung der Hitzebrände vorgeworfen. Zwei Parlamentsparteien forderten den Rücktritt beider Politiker. Bei einem Besuch eines von den Bränden betroffenen Dorfes verteidigte Regierungschef Glawtschew den Einsatz der Feuerwehrleute. «Für die Betroffenen kann es nicht schnell genug gehen», sagte er und betonte, dass keine Menschen ums Leben gekommen sind. Bulgarien wurde bei den Löscharbeiten von Teams aus Tschechien und aus dem Nachbarland Türkei unterstützt. Für die kommenden Tage erwarten die Meteorologen Regen mit Gewittern.Rücktritte gefordert
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Verheerende Brände in Bulgarien
Schlimme Szenen in Bulgarien: Dutzende Dorfhäuser brennen bei extremer Hitze und Trockenheit aus. Das Frühwarnsystem alarmiert nicht. Die Menschen sind verzweifelt.
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