26. August 2025 / Allgemeines

Verheerendes Feuer zerstört Parlament der Marshallinseln

Schock auf den Marshallinseln: Das Parlamentsgebäude des Pazifikstaats ist einem Flammeninferno zum Opfer gefallen. Was löste das Feuer aus?

Was das Feuer genau auslöste, ist noch unklar.
von dpa

Ein verheerendes Feuer hat auf den Marshallinseln im Pazifik das Parlamentsgebäude fast völlig zerstört. Die Feuerwehr war bis in die frühen Morgenstunden (Ortszeit) im Einsatz, nachdem sie gegen Mitternacht über den Brand alarmiert worden war, wie der australische Sender ABC unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtete. Jedoch gelang es den nur schlecht augerüsteten Einsatzkräften nicht, die Flammen aufzuhalten. 

Der Sender Radio New Zealand zitierte seinen Pazifik-Korrespondenten vor Ort mit den Worten, dass der Parlamentssaal und die Büros, die Bibliothek und alle Archive «vollständig zerstört» worden seien. «Alles ist vernichtet. Alle Aufzeichnungen sind verloren», sagte er.

Laut einem von ABC zitierten Regierungssprecher deuten erste Hinweise darauf, dass das Feuer in einem Containeranhänger neben dem Parlament in der Hauptstadt Majuro ausgebrach. «Derzeit versuchen Einsatzkräfte noch, weitere Schäden auf dem Gelände zu verhindern», hieß es in einer schriftlichen Mitteilung.

Abgeordnete wollten Haushalt verabschieden

Das Feuer brach während einer laufenden Sitzungsperiode des Parlaments aus. Die Abgeordneten trafen sich gerade regelmäßig, um den kommenden Haushalt zu finalisieren.

Der ehmalige Gesundheitsminister des Inselstaates, Jack Niedenthal, beschrieb die Situation als «absolut schrecklich». Er berichtete der ABC, dass das Gebäude zwar noch ein Dach habe, innen jedoch komplett ausgebrannt sei. Zeugen berichteten von starken Winden, die die Flammen zusätzlich angefacht hätten.

Die Marshallinseln gehören zu Mikronesien und liegen zwischen Australien und Hawaii. Sie zählen mit weniger als 40.000 Einwohnern zu den kleinsten Staaten der Erde. Die USA sind für die Sicherheit des Landes zuständig.


Bildnachweis: © Chewy Lin/AAP/dpa
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