Fast neun Jahre nach der Verschleppung von 43 Studenten in Südmexiko und ihrer mutmaßlichen Ermordung sind acht Soldaten in Untersuchungshaft genommen worden. Das teilte der Staatssekretär im Innenministerium, Alejandro Encinas, gestern (Ortszeit) auf Twitter mit. Die Soldaten sollen an der Verschleppung mitgewirkt haben. Vier weitere Angehörige der Streitkräfte sitzen bereits in U-Haft, darunter ein Kommandeur, der die Ermordung von sechs der jungen Männer angeordnet haben soll. Gegen acht weitere Soldaten liegen Haftbefehle vor. Korrupte Polizisten hatten in der Nacht zum 27. September 2014 die Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa in der Stadt Iguala verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben. Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Nur Knochenteile von drei der jungen Männer wurden bislang gefunden und identifiziert. Eine Wahrheitskommission hatte im August vergangenen Jahres die Tat als Staatsverbrechen bezeichnet und die Studenten für tot erklärt. Zahlreiche Mitglieder von Guerreros Unidos sowie Polizisten und Beamte wurden verhaftet. Der damalige Generalstaatsanwalt soll die Ermittlungen manipuliert haben, um den Fall schnell abzuschließen. Ihm wird auch vorgeworfen, Foltermethoden geduldet zu haben und Mitschuld am Verschwinden der Studenten zu tragen.
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Verschleppte Studenten in Mexiko: Acht Soldaten in U-Haft
2014 verschwinden in Mexiko 43 Studenten, ihr Schicksal ist bis heute nicht vollständig geklärt. Der Fall schlägt hohe politische Wellen: Es geht um korrupte Polizisten. Und nun um das mexikanische Militär.
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