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Viele Wege führen in die KITA

Was macht ein Erzieher? Wie wird man Erzieherin? Diese zwei Fragen standen im Zentrum der Informationsveranstaltung zum Thema Erzieherausbildung im Ratssaal der Stadt Gütersloh. Tatsächlich, so erfuhren die Eltern, Schüler und Vertreter von Institutionen, sind die Wege in den Beruf vielfältig.

Die Stadt Gütersloh etwa bietet die praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher, zur Erzieherin an. Bei diesem Ausbildungsmodell werden die Auszubildenden von Beginn an in einer Einrichtung eingesetzt, besuchen aber im Wechsel zudem ein Berufskolleg. „Dieses Ausbildungsmodell hat natürlich den Vorteil, dass die Auszubildenden ganz viel praktische Erfahrungen und Erlebnisse in den schulischen Alltag mitbringen“, erklärt Klaus Poggemann-Lütkemeyer Fachbereichsleiter Sozialpädagogik, Kinderpflege, Sozialassistenten amReckenberg-Berufskolleg.  Neben der praxisorientierten Variante gibt es aber weiterhin die klassische Ausbildungsvariante. Die Nachwuchskräfte gehen zwei Jahre zur Schule, absolvieren in dieser Zeit mehrere Praktika und gehen dann in ein Anerkennungsjahr, um die Ausbildung abzuschließen. Bei beiden Varianten der Erzieherausbildung arbeitet die Stadt Gütersloh eng mit dem Reckenberg-Berufskolleg, aber auch mit weiteren Fachschulen und Berufskollegs zusammen.

 „Bei der Stadt Gütersloh haben wir gerade 20 Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr“, sagt Dr. Martina Freund, Abteilung Organisation und Personal, Stadt Gütersloh. Zehn weitere durchlaufen momentan die praxisorientierte Ausbildung.  Neben den Auszubildenden unterstützen zudem zahlreiche Praktikanten die Einrichtungen der Stadt Gütersloh. Bundesfreiwilligendienstleistende und Schülerpraktikanten helfen den Fachkräften in den KITAS und sammeln dabei praktische Erfahrungen. Denn die Vorrausetzungen für eine Erzieherausbildung sind ebenso vielfältig wie der Alltag mit den Kindern. Fachoberschulreife mit Schwerpunkt Erziehungswissenschaften, Abitur plus Praktikum oder eine fachfremde Ausbildung verbunden mit Berufserfahrung und ersten Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern – all diese Bildungshintergründe ermöglichen eine Erzieherausbildung. „Die Wege unserer Erzieher sind ganz verschieden“, betont Freund.

Neben dem Weg zum Erzieherberuf stand aber auch der Alltag – die Arbeit mit den Kindern – im Vordergrund. „Wir sehen unsere Erzieherinnen und Erzieher vor allem als Entwicklungsbegleiter“, erklärt Andrea Körber, Leiterin der Abteilung Tagesbetreuung von Kindern, Stadt Gütersloh.Erzieher würden den Kindern weniger Wissen direkt vermitteln, sondern vielmehr „gemeinsam mit den Kindern Antworten auf Fragen suchen“, so Körber. Gewisse Eigenschaften sollte man für diesen Job schon mitbringen. „Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Konzentrationsfähigkeit und Reflexionsfähigkeit sind wichtig. Und ein wenig Lust auf Bewegung. Denn die Kinder sind immer aktiv und wollen sich viel bewegen“, sagte Körber. Das konnte auch Mirco Jansig bestätigen. Jansig durchläuft seit rund einem halben Jahr die praxisorientierteAusbildung zum Erzieher bei der Stadt Gütersloh. 14 Prozent der 362 städtischen Fachkräfte im Bereich Erziehung sind Männer. „Zum Erzieher sein gehört aber mehr dazu, als „nur“ mit den Kindern spielen. Jeder Tag ist anders und diese Vielfalt gefällt mir sehr, sagte Jansig.

Zum Abschluss der Veranstaltung hatten die Besucher noch die Möglichkeit ihre Fragen loszuwerden. Bewerbungsfristen, Anmeldeverfahren, Gehalt – zu allen Detailfragen bekamen die Gäste von den Experten zum Thema Erzieherausbildung eine Antwort. Die Stadt Gütersloh bietet in jedem Jahr Ausbildungsplätze zum Erzieher, zur Erzieherin an. Informationen rund um die Ausbildung bei der Stadt Gütersloh und zu den Anerkennungspraktika finden sich unter www.ausbildung.guetersloh.de

Einen kleinen Einblick in den Alltag eines städtischen Erziehers gibt es auf dem Youtube-Kanal der Stadt Gütersloh.


Quelle: Stadt Gütersloh

BU: Lieferten Infos zur Ausbildung und zum Alltag eines Erziehers (vl.): Auszubildender Mirco Jansig, Andrea Körber (Stadt Gütersloh), Kita-Leiterin Yvonne Stiller, Dr. Marina Freund (Stadt Gütersloh) und Klaus Poggemann-Lütkemeyer (Reckenberg-Berufskolleg).

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