2. April 2026 / Allgemeines

Sperrzone um gestrandeten Wal wird eingehalten

Rund um den festsitzenden Buckelwal vor Wismar bleibt es ruhig. Die eingerichtete Sperrzone wird laut Behörden eingehalten. Am Mittag wird die Umgebung des Wals vermessen – für eine spätere Bergung.

Der Wal liegt auf einer Sandbank vor der Insel Poel.
von dpa

An die 500-Meter-Sperrzone rund um den vor der Insel Poel liegenden geschwächten Buckelwal halten sich die Menschen bislang. Auch über Nacht sei der Meeressäuger nicht gestört worden, wie die Wasserschutzpolizei und das Schweriner Umweltministerium auf Nachfrage bestätigen. Der Wal lebe, er atme aktuell im Abstand von rund fünf Minuten, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Am Mittag werde ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres erkunden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. «Dabei handelt es sich um vorbereitende Maßnahmen, um den Tierkörper später bergen zu können. Die Vermessung wird so schonend wie möglich unternommen, um das Tier nicht zu stören.»

Der Wal werde weiterhin bewacht, die Situation in täglichen Lagebesprechungen kontinuierlich bewertet und abgewogen. «Bis zur letzten Minute werden alle ernstzunehmenden Hinweise, die dem Tier helfen könnten, entgegengenommen und geprüft», sagte Backhaus. 

Sperrzone für mehr Ruhe

Die Sperrzone war demnach eingerichtet worden, um dem großen Tier Ruhe zu geben. Sie wird laut Backhaus streng kontrolliert. Auch Drohnenflüge seien untersagt. Etwaige Verstöße würden als Ordnungswidrigkeit geahndet. 

Am Mittwoch waren jegliche Rettungsversuche eingestellt worden. Nach Angaben der Fachleute und Meeresschützer vor Ort wird der Wal wohl in der Bucht sterben. Es war die vierte Strandung des Buckelwals, seitdem er Anfang März immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht war.


Bildnachweis: © Marcus Golejewski/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App? 

Meistgelesene Artikel

Jetzt noch eine Ausbildung im Handwerk beginnen? Es ist nicht zu spät!
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Obwohl der offizielle Start des Ausbildungsjahres am 1. August liegt, ist es keineswegs zu spät, sich auch jetzt oder...

weiterlesen...
Ermittlungen gegen Vollzugsbeamte – Handys und Drogen in JVA
Allgemeines

Wenige Wochen nach einer Razzia in der JVA Euskirchen wegen Bestechungsverdachts durchsucht die Polizei Räume im Gefängnis von Rheinbach. Wieder stehen Vollzugsbedienstete im Fokus.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erdbeben erschüttert Kolumbien: Mehr als 100 Tote
Allgemeines

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Dutzende Tote werden aus den verschiedenen Städten gemeldet.

weiterlesen...
Deutscher springt in Brunnen in Rom - Geldstrafe
Allgemeines

In Italiens Hauptstadt ist es seit Wochen brütend heiß. Nun sucht ein Urlauber Abkühlung in einem der historischen Brunnen. Keine gute Idee: Außer 450 Euro Strafe gibt es auch noch Platzverbot.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Erdbeben erschüttert Kolumbien: Mehr als 100 Tote
Allgemeines

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien. Dutzende Tote werden aus den verschiedenen Städten gemeldet.

weiterlesen...
Deutscher springt in Brunnen in Rom - Geldstrafe
Allgemeines

In Italiens Hauptstadt ist es seit Wochen brütend heiß. Nun sucht ein Urlauber Abkühlung in einem der historischen Brunnen. Keine gute Idee: Außer 450 Euro Strafe gibt es auch noch Platzverbot.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner