21. August 2026 / Allgemeines

Was Harry und Meghan in Großbritannien erwartet

Das Abenteuer Kalifornien ist für Prinz Harry und Herzogin Meghan vorbei. Nach Jahren des Zwists mit den Royals und der Abkehr vom royalen Leben wollen sie von vorne anfangen. Kann das gelingen?

Die erwartete Rückkehr von Prinz Harry und Herzogin Meghan schlägt in Großbritannien hohe Wellen. (Archivfoto)
Veröffentlicht am 21. August 2026 um 05:00 Uhr von Christoph Meyer und Jan Mies, dpa

Wenn Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) nach mehr als sechs Jahren des selbstgewählten Exils nach Großbritannien zurückkehren, wird vieles anders sein als zuvor. Ein Überblick:

Wo Harry und Meghan wohnen könnten

Noch bis vor einigen Jahren hatten Harry und Meghan ein eigenes Anwesen auf dem weitläufigen Gelände von Schloss Windsor zur Verfügung. Das vergleichsweise bescheidene Frogmore Cottage war ihnen noch von der inzwischen verstorbenen Queen Elizabeth II. zugewiesen worden und wurde für viel Geld renoviert, bevor sich die beiden in die USA verabschiedeten. Nachdem Harry Anfang 2023 seine Aufsehen erregende Biografie «Spare» («Reserve») veröffentlichte, mussten sie das Domizil aufgeben. 

Doch eine Rückkehr ins Frogmore Cottage kommt laut britischen Medien nicht infrage. Angeblich soll ihr neues Zuhause nicht der Krone gehören und außerhalb Londons sein. Das Presseteam des Paares schwieg dazu. Ob Prinz Harrys Onkel, der vermögende Earl Spencer, eine Rolle bei der Wohnungssuche spielte, bleibt Spekulation. Der Bruder der vor knapp 30 Jahren verstorbenen Prinzessin Diana will in Kürze ein Buch über seine berühmte Schwester veröffentlichen und soll ein enges Verhältnis zu Harry pflegen.

Einem Bericht des «Telegraph» zufolge wollen Harry und Meghan zudem ihre Anwesen im kalifornischen Montecito und in Portugal behalten. 

Wo die Kinder zur Schule gehen könnten

Der Verfassungsexperte und Royal-Kenner Craig Prescott von der Londoner Universität Royal Holloway vermutet Harrys Wunsch, den Kindern eine britische Schulbildung zukommen zu lassen, als treibende Kraft hinter der Rückkehr. «Menschen, die auf eine Privatschule gingen, sind manchmal sehr darauf aus, dass ihre Kinder die gleiche Art von Schulbildung wie sie selbst erhalten», sagte Prescott im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ein «natürlicher Instinkt», das Beste für seine Kinder zu wollen, so der Experte weiter. 

Auf welchen Schulen der bereits siebenjährige Prinz Archie und die fünf Jahre alte Prinzessin Lilibet eingeschrieben sind, ist nicht bekannt. Harry selbst besuchte unter anderem die Ludgrove School in der Grafschaft Berkshire, westlich von London. Später ging er auf das Eliteinternat Eton. Es liegt nahe, dass sie eine Schule in der Nähe ihres Wohnorts wählen dürften.

Wovon die Familie leben könnte

Ihren durchaus nicht bescheidenen Lebensstil finanzierten der Herzog und die Herzogin von Sussex, wie Harry und Meghan auch genannt werden, durch verschiedene Kooperationen mit Medienunternehmen. Neben dem Verkauf von Harrys Buchs dürfte vor allem die Zusammenarbeit mit Netflix einträglich gewesen sein, wo die beiden ihr Aussteigen aus dem royalen Leben im Rahmen einer sehr erfolgreichen Doku vermarkteten. 

Spätere Projekte wie Meghans Lifestyle-Serie «With Love, Meghan» hingegen blieben hinter den Erwartungen zurück, was Fragen zu der langfristigen Zukunft der beiden als Medienschaffende aufwarf. 

Nach Einschätzung Prescotts dürfte es für Harry und Meghan nach ihrer Rückkehr nicht einfacher werden, Geld zu verdienen. Allzu rasch könnten sie in den Verdacht geraten, ihre Zugehörigkeit zur Royal Family monetär ausschlachten zu wollen. Er hält es aber für möglich, dass sie bereits so viel beiseitegelegt haben, dass sie nicht darauf angewiesen sind. Die beiden könnten dann ihre Präsenz in Großbritannien dafür nutzen, sich auf ihre Wohltätigkeitsarbeit konzentrieren und ihr Image zu rehabilitieren. 

Rückkehr in den Schoß der Monarchie?

Dass Harry und Meghan gar eines Tages wieder zum engeren Kreis der britischen Royals stoßen, hält Prescott nicht für ausgeschlossen. Noch vor wenigen Jahren sei auch eine Rückkehr nach Großbritannien nicht vorstellbar gewesen. «Aber da sind wir jetzt», sagte er. 

Bis Harry und Meghan wieder vom Balkon des Buckingham-Palasts grüßen, dürfte es aber noch ein weiter Weg sein. Besonders zerrüttet soll das Verhältnis zwischen Harry und seinem Bruder, Prinz William (44), sein. 

Angesichts dessen könnte Harry daran gelegen sein, seinen Weg zurückzufinden, solange sein Vater, König Charles III. (77) noch am Leben ist. Dem König sei augenscheinlich mehr an einer Annäherung gelegen als dem Thronfolger William, befindet Prescott. Für die Zukunft sieht er Harry wegen seiner engen Beziehungen zum Militär womöglich eine wichtige Rolle zufallen. In einer Zeit, da die Bedeutung der Verteidigung und das Anwerben von Rekruten schwieriger werde, brauche es populäre Fürsprecher der Streitkräfte.


Bildnachweis: © Andrew Milligan/PA Wire/dpa
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