Vier Monate nach dem tödlichen Zusammenstoß zweier Züge in Schäftlarn bei München mehren sich Hinweise auf einen Fehler eines der beiden Lokführer. Nach einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung soll der damals 54-Jährige im Februar zunächst ein Haltesignal überfahren und dann die automatisch eingeleitete Zwangsbremsung ausgehebelt haben. Gegen den Mann, der selbst schwer verletzt wurde, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Bei dem Bahnunglück starb ein junger Mann. Über den Bericht der Bundesbehörde zu der Kollision zweier Münchner S-Bahnen hatte zunächst der «Spiegel» berichtet. In dem Papier heißt es, dass nach bisherigen Erkenntnissen «ein Arbeitsfehler des Triebfahrzeugführers (...) primär ursächlich für den Eintritt der Zugkollision in Ebenhausen-Schälarn» gewesen sei. «Er beachtete die betrieblichen Regeln nach Erhalt einer Zwangsbremsung durch die punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) nicht und setzte die Fahrt unzulässig in Richtung des eingleisigen Streckenabschnittes in Richtung Baierbrunn fort.» Die weitergehenden Untersuchungen zu diesem Komplex seien noch nicht abgeschlossen, wird betont. Vor zwei Wochen hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass die Ermittlungen zu dem Fall noch liefen und ein Gutachten noch ausstehe. Ob es zu einer Anklage komme, sei noch unklar. Bei dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen auf der eingleisigen Strecke am 14. Februar waren ein 24-Jähriger uns Leben gekommen und zahlreiche Menschen teils schwer verletzt worden.Kommt es zur Anklage?
Bildnachweis: © Uwe Lein/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Weitere Hinweise auf Fehler von Lokführer nach S-Bahn-Unfall
Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung legt einen Zwischenbericht vor. Wie ist es im Februar zu dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen in Schäftlarn gekommen?
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 29. Juni 2026
„Ich genieße jeden Tag“
Dienstjubilare der Stadt Gütersloh werden im Flussbetthotel geehrt.
Mehr als 40 Stände, ein internationales Bühnenprogramm und neue Angebote für Kinder machen das Fest erneut zum...
Bald gehen 58.800 Menschen im Kreis in Rente. Doch in den meisten Wohnungen lässt sich kaum alt werden, zeigt eine neue Studie.
Neueste Artikel
- 14. Juli 2026
Steinmeier würdigt Solidarität nach Ahrtalflut
Fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal reist Bundespräsident Steinmeier zum fünften Mal ins Ahrtal. Er sieht Zusammenhalt, aber auch Schmerz. Er kommt mit Betroffenen ins Gespräch.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Juli 2026
Steinmeier würdigt Solidarität nach Ahrtalflut
Fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal reist Bundespräsident Steinmeier zum fünften Mal ins Ahrtal. Er sieht Zusammenhalt, aber auch Schmerz. Er kommt mit Betroffenen ins Gespräch.






