14. Juli 2022 / Allgemeines

Weiteres Gutachten zu tödlicher Polizeikontrolle in Mannheim

Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Ein Arzt sucht mithilfe der Polizei einen Patienten. Als sie ihn finden, wird es handgreiflich. Der Mann überlebt das nicht.

Menschen demonstrieren nach der tödlichen Polizeikontrolle in Mannheim gegen Polizeigewalt.
Veröffentlicht am 14. Juli 2022 um 05:05 Uhr von dpa

Nach dem Tod eines Mannes infolge einer Polizeikontrolle in Mannheim Anfang Mai laufen die Ermittlungen noch. Zwar liege mittlerweile ein erstes vorläufiges Gutachten einer feingeweblichen Untersuchung der Leiche vor, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts Baden-Württemberg mit. «In diesem wird jedoch die Einholung eines Ergänzungsgutachtens empfohlen, welches bereits in Auftrag gegeben wurde, um eine belastbare Aussage treffen zu können.»

Sobald dieses Gutachten vorliegt, sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden. Das könnte aber noch ein paar Wochen dauern. «Abhängig vom Ergebnis des Gutachtens wird über das weitere Verfahren entschieden», teilte der Sprecher weiter mit. Die Untersuchung des Leichnams soll Hinweise auf die Todesursache bringen.

Das Landeskriminalamt ermittelt gegen zwei Beamte des Polizeipräsidiums Mannheim, die an der Kontrolle beteiligt waren, wegen Verdachts der Körperverletzung im Amt mit Todesfolge. Im Internet kursierte mindestens ein Video, das zeigt, wie einer der Polizisten den auf dem Boden liegenden Mann gegen den Kopf schlägt.

Bei der Polizeikontrolle in der Mannheimer Innenstadt war am 2. Mai ein 47 Jahre alter Mann zusammengebrochen. Die Einsatzkräfte und ein anwesender Arzt des Zentralinstituts für seelische Gesundheit Mannheim, der mit der Polizei den Patienten gesucht hatte, kümmerten sich um den Mann. Später starb dieser aber im Krankenhaus.


Bildnachweis: © Dieter Leder/dpa
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