Waldbrände und Hitzewellen wie derzeit in Europa stellen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ein zunehmendes Gesundheitsrisiko dar. «Der Klimawandel ist nicht neu. Seine Folgen nehmen jedoch Saison für Saison, Jahr für Jahr zu - mit katastrophalen Ergebnissen», erklärte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, am Freitag in Kopenhagen. Extreme Hitzebelastung verschlimmere oft Vorerkrankungen. Hitzeschläge und andere ernsthafte Formen ungewöhnlich hoher Körpertemperaturen sorgten für Leid und vorzeitige Todesfälle. Besonders Säuglinge, Kinder und ältere Menschen seien gefährdet. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte seien Hunderttausende Menschen aufgrund von extremer Hitze gestorben, so Kluge. In diesem Jahr habe man allein in Spanien und Portugal mehr als 1700 unnötige Todesfälle in der derzeitigen Hitzewelle erlebt. Waldbrände, die für ihre katastrophalen Folgen in Südeuropa bekannt seien, gebe es jetzt bis nach Skandinavien hinauf, in London hätten Brände in dieser Woche 41 Häuser zerstört - und diese sengende Sommersaison sei erst zur Hälfte vorbei. Die Ereignisse zeigten erneut, wie dringend es ein gesamteuropäisches Handeln brauche, um den Klimawandel effektiv zu bekämpfen, betonte der WHO-Regionaldirektor. Es handle sich um die über alles stehende Krise dieser Zeit, die sowohl die individuelle Gesundheit als auch die Existenz der Menschheit bedrohe. Mit einigen grundlegenden Schritten können sich Bürgerinnen und Bürger der WHO zufolge schützen. Dazu zählt unter anderem, anstrengende körperlichen Aktivitäten bei Hitze bleiben zu lassen und Kinder und Tiere nicht in geparkten Fahrzeugen zurückzulassen. Man solle regelmäßig trinken, dabei aber Alkohol, Koffein und zuckerhaltige Getränke vermeiden.Hitze fordet immer mehr Tote
Bildnachweis: © Arne Dedert/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
WHO Europa: Folgen des Klimawandels nehmen Jahr für Jahr zu
Extreme Hitze, Brände und Überschwemmungen - der Klimawandel ist nicht neu, die Folgen werden aber immer extremer. Und sie machen krank. Die WHO Europa ruft dringend zum gemeinsamen Handeln auf.
Ihre Nachrichten fehlen auf der Gütersloh App?
Meistgelesene Artikel
- 14. Oktober 2026
L757: Verler Straße in Gütersloh kurzzeitig voll gesperrt
Pressemitteilung von Straßen.NRW.
- 21. September 2026
Publikumspreis für „changes“ am Theater Gütersloh
Das Stück „changes“ von Maja Zade erhielt den Publikumspreis in Gütersloh.
- 24. September 2026
Straßenfiffi und verkaufsoffener Sonntag am 27. September in Gütersloh
Am 27. September 2026 bietet Gütersloh von 13 bis 18 Uhr Straßenkunst auf Berliner Platz und Kolbeplatz sowie einen verkaufsoffenen Sonntag.
Neueste Artikel
- 16. Oktober 2026
Linienbus brennt - Schüler retten sich vor den Flammen
In einem Bus in Oberfranken bricht ein Feuer aus. Mehr als 30 Schüler können sich vor den Flammen retten. Die Polizei spricht von einem «Vollbrand».
- 16. Oktober 2026
Fünf Tote bei Gewalttat an Grundschule in Oregon
An einer Grundschule im Westen der USA tötet mutmaßlich ein Teenager drei Kinder und eine Lehrkraft. Auch der Tatverdächtige selbst wird erschossen – noch bevor die Polizei eintrifft.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. Oktober 2026
Linienbus brennt - Schüler retten sich vor den Flammen
In einem Bus in Oberfranken bricht ein Feuer aus. Mehr als 30 Schüler können sich vor den Flammen retten. Die Polizei spricht von einem «Vollbrand».
- 16. Oktober 2026
Fünf Tote bei Gewalttat an Grundschule in Oregon
An einer Grundschule im Westen der USA tötet mutmaßlich ein Teenager drei Kinder und eine Lehrkraft. Auch der Tatverdächtige selbst wird erschossen – noch bevor die Polizei eintrifft.






