19. Februar 2026 / Allgemeines

Winter legt nach: Reichlich Schnee und Glätteunfälle

Hier Winterchaos, dort Frühlingsgefühle: Nach heftigen Schneefällen und Unfällen auf rutschigen Straßen werden am Wochenende teils zweistellige Temperaturen erwartet.

Es könne erhebliche Einschränkungen im Berufsverkehr geben, schrieb der Wetterdienst.
von dpa

Teils unwetterartiges Winterwetter mit kräftigen Schneemengen zieht noch einmal über Deutschland hinweg. Von Nordrhein-Westfalen über Hessen und Rheinland-Pfalz bis nach Ostbayern schneit es in der ersten Tageshälfte bis in tiefe Lagen, wie der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagmorgen sagte. Die Folge im Straßenverkehr sind etliche Unfälle.Auf einer mit Schneematsch bedeckten Bundesstraße im Schwarzwald durchbrach ein Lastwagen die Leitplanke. Das tonnenschwere Fahrzeug rutschte einen Abhang in ein abschüssiges Waldstück nahe Titisee-Neustadt hinunter, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Fahrer wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Fahrer bei einem Überholmanöver ins Rutschen geraten. Im Laufe des Tages sollen die Bergungsarbeiten beginnen. Die Polizei rechnet mit «erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen». 

Seit den frühen Morgenstunden seien mehrere Unfälle gemeldet worden, teilte das Polizeipräsidium in Südosthessen mit. Auf manchen Strecken stünden Fahrzeuge quer oder seien in Straßengräben geraten.

30 bis 40 Zentimeter in den Alpen 

Bis zum Vormittag sind laut Wetterdienst bis 5 Zentimeter, gebietsweise um 10 Zentimeter, vor allem in Staulagen der Mittelgebirge auch unwetterartige Mengen bis 20 Zentimeter Neuschnee in sechs Stunden möglich. Besonders viel Schnee fällt in den Alpen: Hier sind bis Freitagvormittag 15 bis 30 Zentimeter, westlich des Inns in Staulagen teilweise auch um 40 Zentimeter möglich. 

Das kann im Verkehr zu Problemen führen. Schnee und Regen fallen in Baden-Württemberg und Bayern teils auf gefrorene Böden - es besteht Glatteisgefahr, wie der DWD sagt.

Teils frühlingshafte Temperaturen am Wochenende

Am Freitag lassen die Schneefälle nach und es wird verbreitet deutlich milder: «Im Nordosten leichter Dauerfrost, sonst 1 bis 4, in Rheinnähe bis 8 Grad», so der DWD. Teils frühlingshaft zeigt sich das Wochenende: Am Samstag steigen die Höchstwerte im Westen und Südwesten auf 7 bis 13 Grad, nur im Nordosten bleibt es noch kühler. Am Sonntag klettern die Werte dann noch ein wenig höher.


Bildnachweis: © Christian Charisius/dpa
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